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Fortuna 95 - Wuppertaler SV  2:0  (1:0)

Zuschauer: 14.381

LTU-Arena

1:0 Hampel  11.

2:0 Lawaree  62.

Nun gab es endlich den Start nach der Winterpause. Immer noch unter dem Eindruck der Vorfälle aus dem Essenspiel gab es bei diesem Spiel nur 15.000 Karten die verkauft werden durften. Allerdings gab es das Kunststück, das die 50.000 Wuppertaler, die beim Bayernspiel auf Schalke gewesen sein sollen, es nicht schafften, die 4.800 Karten vom Topspiel verkauft zu bekommen. Traurig diese Eventfans. Das erklärt sicher auch den Zuschauerschnitt der Bergischen. Zumal der WSV als Tabellenführer nach Düsseldorf kam.

Beide Teams hatten zu diesem Spiel einen neuen Trainer präsentiert, bei der Fortuna hatte Norbert Meier allerdings mehr Zeit, das Team auf seine Vorstellung einzustimmen. Der Rungesche Sportverein zu Wuppertal hat den Trainerwechsel erst vor 10 Tagen vorgenommen. Das schien wohl zu kurz gewesen sein.

Von Beginn an hatte die Fortuna das Zepter in der Hand und spielte einen soliden und technisch einwandfreien Fussball. So dauerte es nur bis zur 11. Minute ehe Hampel aus dem Hinterhalt einen abgeprallten Schuß gegen die Laufrichtung der Abwehrspieler und Torhüter Maly ins leere Tor schob. Das gab der Fortuna die nötige Sicherheit und nur in der 23. Minute hatte Tobias Damm die Chance auf einen Wuppertaler Treffer. Der bis auf eine kleine Unsicherheit wieder starke Rückhalt Melka konnte den Ball gut und sicher halten. Insgesamt eine sehr enttäuschende Vorstellung eines Tabellenführers, der ohne den zum FC Paderborn gewechselten Lintjens eine schwache Vorstellung ablieferte. Die WSV-Fans skandierten dann auch Mitte der Halbzeit auch “Wir wollen euch kämpfen sehen” . Nicht gut spielen ist das eine, diese Spielweise sah doch sehr nach Arbeitsverweigerung aus.

Im Gegensatz dazu der Gastgeber, der dann gradlinienförmig den Weg nach vorne suchte und bereits in der 62. Minute die Entscheidung herbeiführte. Caillas, bärenstark auf der linken Seite, setzte sich nach feiner Vorarbeit von Lambertz durch und bediente am 5-Meter-Raum Axel Lawaree, der zum 2-0 einschob. Nun vergass die Fortuna nur noch das 3-0 oder 4-0 nachzulegen. Aber bei gutem Wetter hatten die Fortunafans nichts zu meckern. Der Tabellenführer war geschlagen, die anderen vor der Fortuna lieferten die Punkte ab und so ist man plötzlich wieder Zweiter, ein Platz, der am Ende der Saison den Aufstieg in die 2. Liga garantieren würde. Alle 6 Punkte gegen den WSV geholt und nun geht es nach Bremen, einem Team, welches zwar nicht um den Aufstieg mitspielen darf, aber eine technisch junge und gute Truppe als Unterbau zum Profiteam stellt. Und da sich nur 2 “Farmteams” qualifizieren, ist hier jeder Platz wichtig, in der nächsten Saison weiter Drittklassig zu spielen.

Negativ an diesem Tag waren eigentlich nur der Schiedsrichter Kinhöfer, der gelinde ausgedrückt unausgewogen Karten verteilte, schon mal eine Rote Karte nach 30 Meter Trikotziehen bei Kenan Sahin vom letzten Wuppertaler Abwehrspieler übersah und zu allem Überfluss für kein Foul Andreas Lambertz mit der gelben Karte zum Zusehen verurteilt.

Und die Nörgler auf der Tribüne, die bereits nach 20 Minuten bei einer 1:0 Führung gegen den Ligaprimus meckerten, weil nicht jeder Pass ankam. Hier liebe Grüsse an den unbekannten Herrn aus Block 26, Reihe 27, Platz 19.

Gut empfinde ich den Wechsel der Ultras in die Kurve, das sah doch sehr stimmungsvoll aus. Und das es ohne Bengalen und Raketen geht haben die Fans auch bewiesen. Weiter so.

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