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Carl Zeiss Jena - Fortuna 95 1:0 (0:0)
Zuschauer: 5.963
Ernst-Abbe-Sportfeld
Tore:
1:0 Riemer 4.
1:0 Sieg für CZ Jena , Klassenkampf auf der Tribüne !
Vorab ist zu vermelden, das die Niederlage verdient war. Nicht das CZ Jena die wesentlich bessere Mannschaft war, aber sie hatte ein wenig mehr Drang zum Tor. Erschreckend ist aber die Erkenntnis, das das Team
leider in regelmässigen Abständen verliert und nicht die Souveränität an den Tag legt. Wäre es wenigstens die Effektivität der Moorkicker aus Emden, dann müsste es nicht die Souveränität der Paderborner sein. Sein
wir ehrlich, auch in Dresden hat das Team nicht besser gespielt, nur hat da der Gegner nicht nach 4 Minuten das 1:0 erzielt. Und wieder kämpfte” das Team erst, als es eigentlich schon zu spät war. Dazwischen
lagen die Großchance von Ahmet Cebe und der Kopfball von Sahin. Aber zu einem Punkt hat es eigentlich verdienterweise nicht gereicht. Schade, da die Konkurrenz aus Paderborn, Emden und Berlin gewonnen hat. Emden
natürlich dank Zudi Redi mit dem klassischen 1:0.
Was ich leider loswerden möchte, ist der anscheinend bei Fussballfans im Osten noch vorhandene Klassenkampf. Wqas man sich in Jena anhören mußte, ist eine Schande, wenn man bedenkt, das die Mauer schon gute 18
Jahre abgerissen wurde. In den Köpfen vieler Jenenser (und nicht nur da) ist anscheinend trotz der Finanzspritzen immer noch ein Denken gegen alles was aus dem Westen kommt vorhanden. Anders sind die Kommentare und
Schlachtrufe nicht zu verstehen. Gut, Westautos, Auslandsreisen und Geld ist o.k., nur besuchen sollte man sie nicht. So kommt es leider immer öfters in den Stadien rüber, wenn man seine Kinder ins Schlepptau nimmt
und sich auf den Tribünen im Osten Fussballspiele anschauen will. Cottbus, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Dresden, Rostock und nun auch noch Jena. Schade eigentlich, aber anscheinend ist man zumindestens bei den
Fussballfans im Osten derart mit sich und der Welt unzufrieden, das man mit obzönen Gesten Kindern gegenüber seinen Frust ablassen muß, nur weil man als Gastfan durch das Stadion latscht. Reicht die Kohle nicht ?
Müßen wir noch mehr Geld in diese blühenden Landschaften stecken, damit man dort wenigstens als “normaler” Mensch begrüßt wird ? Fussballmafia DFB schallte es aus Block E. Haben wir euch gerufen oder
wahrt ihr es nicht, die raus wolltet aus diesem demokratischen Land, welches so schööööön war, so sozial. Wo die Milch noch 12 Pfennige gekostet hat und die Lieferzeit fürs “Auto” nur 18 Jahre betrug ?
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Ich würde (mit Ausnahme von Aue) auch heute noch gerne durch die westlichen Ligen der Republik reisen. Sicher hätten meine Kinder einiges an kulturellen Errungenschaften (aber nicht der DDR, sondern aus der Zeit
davor) verpaßt, aber was sie in den Stadien der alten DDR zu hören bekommen ist gelinde ausgedrückt eine üble Schweinerei. Und das auch persönlich wie gestern auf dem Weg zum Auto.
Ich möchte mit dieser Kritik ausdrücklich nicht alle Menschen der ehemaligen Zone beschreiben, aber was in den Stadien dort abgeht ist leider nicht mehr feierlich. Aber da sich die ostdeutschen Fussballfans auch
untereinander nicht leiden können (siehe Aue-Zwickau , Dresden-Leipzig , Jena-Erfurt u.v.m.) sollte man sich mal überlegen, ob es im Oberstübchen ein wenig leer ist. Wir brauchen euch nicht, um Fussball sehen zu
können, aber leider sind Reisen in die 5NBL Pflicht, wenn man seinen Verein immer sehen will. Ein weiteres Argument, endlich mal aufzusteigen.
Nun noch was zum Spiel:
Den Beginn verpennt, aber in 86 Minuten keine Antwort auf das schnelle 1:0 . Einen Schiedsrichter, der auf ein brutales Foul an Caillas nur die gelbe Karte als Antwort kennt und nicht die Rote Karte zieht, weil er
vermutlich keinen Arsc* in der Hose hatte oder als Bad Hersfelder den Thüringern näher stand als der Fortuna. Der bei einem Nachschlagen ebenfalls Gnade vor Recht ergehen ließ, anstatt den Jenaer vom Platz schmiss.
Er war nicht für die Leistung der Fortuna verantwortlich, aber mit wenigstens einem Platzverweis wäre das Spiel anders verlaufen.
Und noch einen Nachschlag zum Thema Publikum in Jena. Einen Spieler für den Rest des Spiels auspfeifen, der sich hat übelst foulen lassen müßen. Stark, großes Kino, aber ein weiterer Beweis dafür, das es bei
Fussballfans im Osten oftmals nicht alles klar geht, was sich so im Hohlraum da oben abspielt.
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Hier war früher ein Grenzübergang. Den Sprüchen der Jenenser zu Folge, wären viele froh dort, wenn diese wieder stehen würde. PS: Aber vergesst nicht die Westautos, das Westgeld wieder abzugeben und die
Auslandsreisen in den Westen wieder zu stornieren :-) !!
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