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Kopie von jetzaber-2

Dynamo Dresden - Fortuna 95 0:2 (0:0)

Zuschauer: 10.167

Rudolf-Harbig-Stadion

Tore:

0:1 Cakir 75.

0:2 Costa 86.

27 Stunden für 3 Punkte oder 4 x 1,5 = 4,50 bzw. 6 : 5 = 1,50.

Das ist die zufriedenstellende Bilanz unseres Ausfluges in die sächsische Landeshauptstadt. Aufgrund der fussballerischen Verpflichtung meiner Töchter (Hallenturnier) bin ich diesmal alleine mit meinem Grössten nach Dresden gefahren. Abfahrt war um 22.07 Uhr am Solinger Hauptbahnhof. Es ging über Wuppertal, Hagen, Dortmund, Hannover und Berlin “direkt” nach Sachsen. Dort kamen wir dann um 7.06 Uhr pünktlich an und waren positiv ob der Wetterlage überrascht. Während wir noch im Nieselregen zu Hause abgehauen sind, schien hier bei spätherbstlichen Temperaturen die Sonne. Und so machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Trödelmarkt an der Elbe. Vorbei an vielen Attraktionen von Dresden haben wir auch einiges sehen können. In diesen frühe Morgenstunden trafen wir dann auch noch Paul Jäger (Danke nochmal !!!) , der einen kleinen Kulturspaziergang machte.

Auf dem Trödelmarkt konnte ich noch ein paar Jahrgänge von Vereinsnachrichten des Dresdner SC erwerben und danach marschierten wir weiter zum Dresdner Fussballmuseum, wo wir uns mit Dirk Kohl am Goldenen Reiter treffen wollten .

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Dort frühstückten wir in einem gemütlichen Cafe ehe wir das wirklich mehr als gelungene Dresdner Fussballmuseum besuchten. Jens Genschmar, bekennender Dynamo-Fan und Sammler alter Fussballdevotionalien hat dort sehr schön seine Sammlung alter DFB und Dresdner Sammlerstücke für die Öffentlichkeit präsentiert. Und eines dieser Ausstellungsstücke hat schon seit geraumer Zeit mein Interesse geweckt :-) !!!

Falls es dann mal irgendwann klappen sollte wird das gute Stück unter den Neuzugängen präsentiert.

Mit Auntrof, der ebenfalls dort eintraf und Dirk (danke für den Transport zum Stadion) ging es dann zur Nochbaustelle des Rudolf-Harbig-Stadions. Das alte traditionelle Stadion muß in der heutigen Zeit (lider) aus vielen Gründen einem Neubau weichen. Bequemlichkeit, Zuschauerzufriedenheit und Vermarktung sind heute auch in der 3. Liga wichtiger als Tradition. Und auch ein Traditionsverein wie Dynamo Dresden muß mit der Zeit gehen. Und da es (nach meinem Wissen) lange gedauert hat, bis die Gelder für den Umbau bzw. Neubau bewilligt waren, ging es nun vor geraumer Zeit los.

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Wie immer bei den Dynamos gab es von der Allianzagentur Möckl einen kleines Souvenier (in Kleinstauflage) . Dafür möchte ich mich bei Herrn Möckl herzlichst bedanken, ebenso für die “Vernittlerdienste” von Dirk und Jens.

Nun ging es für Tobi und mich auf die Haupttribüne. Steil gebaut läßt sie erahnen, welche Stimmung einmal im fertigen RHS vorherrschen wird, wenn es den fertig ist. Zur Zeit sind ca. 50 % der Tribünen gebaut, davon sind allerdings noch nicht alle nutzbar. So saßen wir mehr oder weniger alleine unter Dynamos. Und wenn ich am heutigen Tage eines bemängeln will, ist es die verbale Ansprache diverser Dynamos, als sie feststellten, das wir Fortunen sind. Die Worte werde ich hier aus Jugendschutzgründen nicht zitieren. Da war das Ruhrpottkanacke noch die feinere Form. Als ich dem freundlichen älteren Herrn mitteilte, das wir doch Rheinländer sind, ging die Hassorgie weiter. Soweit das Thema Bildung vor geschätzten 60 Jahren in deutschen Grund- bzw. Volksschulen. Aber das sollte den gesamten positiven Eindruck an diesem Tage, natürlich auch begründet durch den Sieg, nicht schmälern. Der harte Kern der Fortunafans war in Block L3 in der Kurve seitlich an der Haupttribüne untergebracht. Insgesamt war bei den Heimfans auch nichts zu spüren von den Orgien der Vorjahre. Die Angefressenheit nach einer Niederlage ist normal und so hat es Spass gemacht eine Auswärtsfahrt nach Dresden zu machen.

 

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Die Stimmung in diesem halboffenen Stadion war sehr gut, dafür Respekt für die Heimfans, die alles gaben um ihr Team zu unterstützen. Auch als es nicht so gut lief, wurde das Team nach vorne gepeitscht. Zu 99 % positiv, für das eine Prozent war die Mittzwanzigerin neben Tobi verantwortlich, die einen derartigen geistigen Dünnschiss von sich gab, das es in den Ohren klingelte. Unsachlich, unflätig und beleidigend, so kann man deren Worte umschreiben. Das hat bei aller Rivalität und Emotion nichts im Stadion zu suchen.

Zum Spiel ist zu sagen, das die Fortuna schon etwas mehr bemüht war ins Spiel zu kommen. Anders als in Berlin wollte man gegenhalten. Allerdings fand ein Mittelfeld nicht statt und so standen die Stürmer ziemlich alleine da. So konnte es nicht zu großen Chancen kommen. Da aber die Hintermannschaft in gewohnter Weise arbeitete hatte man bei allem Fleiss der Dynamos keine grosse Sorge, ein Gegentor zu kassieren.

Dynamo Dresden hat sich das Leben schwer gemacht, weil man zwar anfänglich mit viel Tempo spielte, aber Mitte der Hälfte der Fortuna den Ball zu häufig vertändelte und so das Spiel wieder verlangsamte.

Als man sich eigentlich schon langsam damit abfinden wollte, das dritte 0:0 in Folge in Dresden zu sehen gab es dann nach einer Ecke von Caillas und einer Verlängerung von Langeneke das 1:0 durch Hamza Cakir. Es als verdient zu bezeichnen wäre sehr weitgehend, aber in höheren Etagen nannt man das ein clever und effektiv zu spielen. Die geschockten Dynamos kamen danach auch nicht mehr recht auf die Beine und nach einem Freistoss (wieder Caillas) köpfte Costa zum entscheidenden 0:2 ein. Erstmal gewinnt die Fortuna bei einem Ligaspiel in Dresden und dank der anderen Ergebnisse (Emden verliert in Burghausen) sind wir nun bis auf 3 Punkte an Paderborn und 2 Punkte an Emden dran.

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Noch ein wenig im Stillen gejubelt gingen wir noch runter an den Spielfeldrand um die Mannschaft zu feiern. Da wir uns unter Dynamofans befanden, zeigten wir unseren Jubel recht unauffällig. Und danach ging es dann zu Fuss mit Anutrof zum Dresdner Hauptbahnhof, wo wir 3 dann im IC nach Berlin fuhren und in den ICE Richtung Westen umstiegen. In Hannover trennten sich dann die Wege, Christoph stieg um in Richtung Bremen und wir fuhren weiter nach Düsseldorf.

Zufrieden aber tierisch müde kamen wir gegen 2 Uhr dann zu Hause an. Wir gingen nach einer schönen kalten Dusche auch recht schnell ins Bett, nicht aber ohne vorher noch mal unsere Helden im MDR-Bericht zu sehen. Weil zu Hause konnten wir dann ein wenig lauter jubeln.

PS:

Die mathematische Formel zu Beginn des Berichtes möchte ich auch noch auflösen:

4 x 1,5 = 4,50 bzw. 6 : 5 = 1,50

Ich fragte einen freundlichen Verkäufer von Stadionzeitungen nach 4 Heften. Diese kosten € 1,50 das Stück. Er wollte 4,50 € von mir haben. Ich wies darauf hin, das es ja 6,-- € wären. Stimmt, äusserte er sich und gab mir dann 5 Hefte . So errechnet sich dann der Preis für ein Heft :-) !!!!