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Kopie von jetzaber-2

Erzgebirge Aue - Fortuna 95 0:1 (0:0)

Erzgebirgsstadion

Zuschauer: 7.400

Tore:

0:1 Jovanovic 87.

 

Zurück in die Vergangenheit.

Heute am 20.09.2008 ging es zum 3. Male zu einem Spiel der Fortuna ins Erzgebirge. Das alleine wäre nichts Besonderes, wenn ich (gemeinsam mit meiner Frau) von 1990 - 1993 nicht im Erzgebirge gelebt und gearbeitet hätte. Damals gingen die Fahrten nur in die umgekehrte Richtung, weil wir am Wochenende zurück nach Hause fuhren. Und zu DDR-Zeiten waren wir bereits einige Male zu Besuch bei Freunden in der Nähe von Aue. Mein erstes Spiel im Stadion der damaligen BSG Wismut Aue habe ich 1987 gegen Union Berlin gesehen. Soweit zur Nostalgie., nun zur Gegenwart.

Ursprünglich wollte ich ja mit Vanessa mit dem Zug nach Aue fahren, doch da kam mir Trikot-Olli “in die Quere”. Da Fortunatreu wohl zur Zeit keine Busse macht, stand er alleine da und fragte an, ob ich nicht mit ihm im Auto fahren will. Da man ja kein Unmensch ist, habe ich mein Bahnticket umgetauscht und so starteten wir zu Dritt um 6 Uhr in der Früh an der Raststätte Ohligser Heide gen Osten.

Wie immer wurde die Fahrt “verquatscht” über sportliche, politische und andere Dinge. So kamen wir gegen 12 Uhr Mittags in Aue an und fuhren zu meinen Bekannten nach Rittersgrün. Ich stellte umgehend klar, das Olli ein Vernünftiger ist und so unterhielten wir uns eine Stunde lang nach dem Wiedersehen. Danach fuhren wir gemeinsam mit Patenkind und Familie nach Aue zum Stadion, aber nicht ohne die Gastfreundschaft der Lieben aus dem Erzgebirge zu geniessen. Passend zu den schon eher herbstlichen Temperaturen gab es leckere Frikadellen, Kartoffel-Pü und Pizza. Derart gut versorgt konnte ja nun nichts mehr schiefgehen. Im Stadion angekommen fiel wie immer die herzliche Stimmung zwischen den Fortuna- und den Auefans auf. Wäre es doch überall bei Spielen in den NBL so, das man entspannt zum Stadion gehen könnte. In Aue ist es möglich und so gingen wir auch mit vielen Erzgebirge-Aue-Fans an einer Kasse stehend in Stadion.

Bei den Gastgebern ist nach dem Abstieg aus Liga 2 noch so ziemlich alles ein klein wenig chaotisch. Ein Sieg (bei den noch schlechteren Stuttgarter Kickers) und sonst nahezu ohne Punktgewinn droht ein weiterer Absturz in die Regionalliga. Das wäre besonders schade, da das Fanpotential in Aue außergewöhnlich ist. Und das der Verein bis vorletzte Saison bewiesen hat, im Profifussball Fuss fassen zu können. Aber nun steht man nach einem totalen Spielerumbruch wieder am Tabellenende.

Bilder sind hier !!!! Auf Seite 2 blättern !!!

Die Fortuna kam am 50. Geburtstag ihres Trainers mit einer leicht geänderten Aufstellung auf das Feld. Sieger fehlte gesperrt, Hampel und Jovanovis mußten wieder auf die Ersatzbank. Zu Beginn schien unser Team den Einsatz zu verschlafen. Es kam nach vorne nicht viel, dafür stand die Abwehr relativ sicher. Vor den 7.400 Zuschauern im idyllisch gelegenen Lößnitztal entwickelte sich ein Langweiler. Die Situation änderte sich erst in der 31. Minute als Müller nach einem üblen Foul im Mittelfeld das Feld verlassen mußte. Der Schiedsrichter zückte umgehend die Rote Karte. Aue wollte danach ersteinmal in die Pause um sich neu zu ordnen. Der Fortuna fiel in Hälfte 1 nicht viel ein. In der zweiten Halbzeit bekam die Fortuna das Spiel von den Spielanteilen her in die Hand ohne aber zu Beginn richtig Druck machen zu können (oder wollen ?). Erst ab der 70. Minute kam es zu Torchancen der Fortuna, da die Auer Spieler Konditionsprobleme bekamen. Trotzdem waren die Gastgeber bei dem ein oder anderen Konter gefährlich. Ab der 80. Minute gab es dann Chancen im Minutentakt. Knapp vorbei, vom Torwart gehalten u.v.m. . Als dann keiner mehr so recht an den Sieg glaubte köpfte dann Jovanovic nach einer Ecke das 0:1 und der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Die ca. 300 mitgereisten Fans jubelten. Und 4 Minuten später, Aue hatte noch eine gute Chance, war das Spiel beendet und die Fortuna hatte den 3. Auswärtssieg unter Dach und Fach. Die Spieler liessen sich zu Recht in der Kurve feiern.

Sehr zum Leidwesen von Olli schmissen die Spieler innerhalb von Sekunden alle ihre trikots in den Fanblock. Zum Leidwesen, weil wir auf der Tribünenseite standen und so keinen “Zugriff” auf die Trikots hatten. Diese Souvenirs verschwanden dann auch schnell bei den glücklichen Fängern. Kein Seitenhieb an Olli, aber ich bin froh beide Trikots (Schwarz und Rot-Weiß) bereits in Stuttgart und Burghausen bekommen zu haben.

Nun wurde es aber Zeit die Heimreise anzutreten. Da ich meine Kamera in Rittersgrün liegen gelassen habe, mussten wir noch einen kurzen Besuch bei unseren Bekannten einbauen und so fuhren wir dann gegen 17 Uhr über Schwarzenberg, Aue, Schneeberg, Zwickau auf die A4 und dann Richtung Heimat. Nach 2 Pausen hat uns Olli dann an der Raststätte Ohligser heide rausgelassen. Ich möchte mich hiermit nochmals ausdrücklich für die tolle und angenehme Fahrt bedanken und dafür, dass er mir seine Bilder zur Verfügung gestellt hat. Nun kommt Erfurt und das nächste Auswärtsspiel verschlägt uns nach Emden.