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Heute ging es also nach Westfalen, der christlichen Ecke Nordrhein-Westfalens.
Im Hinspiel noch gab es ein 4:1 für den Zweitligaabsteiger aus Paderborn. Diesmal erkämpfte sich die Fortuna ein leistungsgerechtes 0:0 vor der guten Kulisse von über 13.000 Zuschauern. Davon waren mindestens
3.000 aus Düsseldorf angereist. Nun hat der FC, nein SC Schloß-Neuhaus, nein Paderborn-Schloß-Neuhaus, nein TUS Paderborn, ach Quatsch der Gastgeber sich ein neues Stadion bauen lassen. Verantwortlich zeigt sich der
Möbelgigant Finke aus dem beschaulichen Kaff an der Pader. Nebenbei bemerkt ist die Pader der kürzeste Fluss Deutschlands. 4 Kilometer ist er lang, der Nebenarm der Lippe. Also gilt Pader auch für einige der
Paderborner Fanclubs als Namensgeber. Ob Pader-Front, Pader-Boys, Pader-Holics oder Padda Born to be Wild. Dieser arme kleine Bach muss nun für alles Geschmacklose herhalten. Nachdem sich der Club nun vermutlich
nach seiner letzten Umbennung ein paar Jahre unter dem derzeitigen Namen in den deutschen Ligen rumtummelt, hat man sich also ein neues Stadion gebaut. Während das alte Hermann-Löns-Stadion sich zwar alt aber
historisch zeigte, war Phantasie beim Neubau nicht im Spiel. Gut, die Größe ist dem Paderborner Fussball angepaßt, aber was diese Alu-Dose darstellen soll, aussen wie innen, läßt viele Zweifel aufkommen. Natürlich
muss man keine Preise mit einem Stadion gewinnen, aber außen häßlich und innen mit Werbung vollgekleistert, garniert mit einer meterhohen Aluwand ist dieses Stadion keine Ruhmestat. Zumal man sich fragt, warum
überhaupt ein Dach draufgesetzt wurde, weil es in Block G derart zog, das man vermutete auf einem Deich an der Nordsee zu stehen.
Erschwerend kam hinzu, das der SCP alles macht um irgendwie Geld zu bekommen. Wer alles was präsentierte über die kleine LCD-Anzeigetafel war schon nicht mehr feierlich. Bong, noch 5 Minuten bis zur Pause. Bing,
diese gelbe Karte präsentiert Ihnen ... . Klong, das war die 4. Ecke usw. Mit der Hymne der Paderborner obendrauf rundete man die psychische Folter gegenüber den Gästefans gekonnt ab. Man kam sich fast vor, bei
einem Baseballspiel in Amerika zu sein, zumindestens was die Umstände betraf. Und Kindern keine ermässigten Karten anzubieten und anstatt in einen überfüllten Block zu stellen (sitzen war nicht möglich) und dafür 24
Euro zu kassieren ist abgeschmackt.
Aber nun genug gelästert. Nun auch was zum Spiel.
Mit großen Bedenken fuhren wir zu Fünft nacher Paderborn. Auf diesem Weg nochmal ein danke an Frank aus Kleingladb..., aus einem Dorf bei Erkelenz :-). Nach dem 0:2 in Bremen hatte ich große Befürchtungen, das wir
ein zweites Ahlen erleben. Aber diesmal zeigte die Fortuna Charakter (warum eigentlich nicht in Bremen ?). Man hielt von Beginn an dagegen in einer Art und Weise, das einige Spiele hätten gewonnen werden können
(Aalen, Jena und Bremen). So entwickelte sich unter Leitung von Karl Valentin (der auch teilweise so pfiff wie sein berühmter Namensgeber) ein offener Schlagabtausch. Bedauerlicherweise wurde Lumpi zum tragischen
Helden. Kämpferisch wie früher vergeigte er zwei Hochkaräter, was zum Zeitpunkt der Chancen die verdiente Führung gebracht hätte. Einmal verzog er knapp, einmal vertändelte er den Ball kurz vor dem Paderborner
Torwart. Alleine Kumbela hatte ein Großchance für den Gastgeber, doch er verzog freistehend knapp über das Tor von Melka.
Mit diesem Kampf gelang es der Fortuna, die Paderborner nahezu 90 Minuten lang ohne den bekannten Spielaufbau spielen zu lassen. Und die letzten 10 Minuten hatte unser Team sogar noch mehr vom Spiel.
Schade, es hätten 3 Punkte sein können, doch bin ich zufrieden, das Union Berlin auch nur einen Punkt holte und das Team mit dem Wissen in die Winterpause geht, das man mit Kampf auch was erreichen kann. Die
mitgereisten Fortunafans waren sicher nicht unzufrieden mit dem gesehenen Spiel der Fortuna.
Nun geht es in die Winterpause, wo das Team auf die verletzten Spieler (Christ, Lawaree ....) bals wieder zurückgreifen kann.
Zum Schiedsrichter ist nur zu sagen, das er keine spielentscheidenden Fehler gemacht hat, aber bei der Freistossauslegung im Zweifel immer den Gastgeber bevorzugte. Allerdings kein Vergleich zum Sportskamerad
Hentschel vom Spiel in Berlin.
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