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Nach der doch derben Heimniederlage im Auftaktspiel gegen den FC Paderborn (1:4) galt es ersten Wiedergutmachung zu betreiben und wichtige Punkte zu holen um auch im Hinblick auf das 3. Spiel (in Burghausen)
keinen totalen Fehlstart hinzulegen. Ca. 1.100 Fortunafans machten sich auf den Weg in die Baden-Würtembergische Landeshauptstadt Stuttgart. Nach Jahren des Abgrasens west- nord- und ostdeutscher Stadien sollte es
nun endlich mal wieder in den Süden der Republik gehen. Für meinen Ältesten war es das 2. Spiel im Süden, sein erstes und bis dahin letztes Spiel im Süden hatte er im zarten Alter von 9 Monaten am 18.05.1996 bei
Bayern München “gesehen”. Meine beiden Töchter waren zum ersten Male beim Fussball südlich von Frankfurt.
So ging es zur humanen Zeit von 8.26 Uhr in den ICE über Frankfurt und Mannheim nach Stuttgart.
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Stuttgart präsentierte sich auf der Prachtmeile, der Königsstraße bei hohen Temperaturen sicher von ihrer schönsten Seite. Der Sackbahnhof, gelegen mitten in Stuttgart, liegt nur ein paar Meter von der
Einkaufsmeile und dem Stuttgarter Schloss entfernt.
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Nach dem Bummel ging es dann mit der Straßenbahn hoch zur Waldau, einem Stadtteil mit vielen Sportanlagen verschiedener Sportarten. Gelegen in einem der wohl höherwertigen Stadtteile Stuttgarts. Nach ca. 10
Minuten Fussweg kamen wir dann am Stadion an, in dem ich das letzte Spiel vor knapp 10 Jahren in der 2. Liga gesehen habe.
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Die ersten Minuten gehörten dem Gastgeber, der ebenfalls sein Auftaktspiel verloren hatte (0:2 bei Fortunas nächstem Gegner Wacker Burghausen), ehe die Fortuna nach einem kapitalen 25-m-Schuss von Traub die erste
Konterchance hatte. Allerdings wurde Sahin (aus Sicht der Fortunafans) unsanft vom Ball getrennt, was der SR nicht pfiff, allerdings hätte Sahin den Ball bereits vorher abspielen können.
Nun hatte die Fortuna, die die bessere Spielanlage hatte, mehrere Chancen, allerdings gingen die meisten Bälle dann doch recht ungefährlich am Tor vorbei. So bei Sahins Kopfball, Lumpis Schussversuch aus ca. 7 m
und Cebes Weitschuss. Tragisch, daß Trainer Meier zur Halbzeit 2 verletzungsbedingte Auswechselungen vornehmen musste. Lumpi nach einem Pressschlag (4 Wochen Pause) und Palikuca ohne Fremdeinwirkung (3 Wochen
Pause). Brenzlig, weil der Kader eh´ nicht riesig ist, allerdings kommt die Pokalpause am Wochenende dem Team entwas entgegen. Sein Debüt in der Abwehr gab Walbaum, der nach anfänglichen Problemen immer sicherer ins
Spiel kam.
Nach der Halbzeit kamen dann Christ und Cakir. Die Einwechselung von Christ bewahrheite sich als Glücksgriff, da er und Caillas das Spiel immer besser in den Griff bekamen. So dauerte es bis zur 65. Minute, bis
Caillas sich selber anspielte und den Ball butterweich vor das Tor flankte, wo Axel Lawaree den Ball langsam und gefühlvoll in das linke obere Eck, unhaltbar für den guten Keeper der Stuttgarter einköpfte. Nun hatte
die Fortuna endgültig die Oberhand gewonnen und so war es Youngster Walbaum der einen Freistoss über knapp 60 m in den Lauf von Sahin legte und der den Ball wieder unhaltbar versenkte. Damit war die Entscheidung an
diesem Nachmittag gefallen. Weitere Grosschancen wurde nicht genutzt, eine Verbesserung des Torverhältnisses war durchaus möglich. Aber was soll´s. 3 Punkte und die Gewissheit, daß die Saison doch nicht so desolat
beginnt wie 2004/05, als man mit 4 Niederlagen startete.
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Das einigst störende an dem Tag war die Rentnerband in der Reihe hinter mir, die alles an Dumpfsinn abließen, als die Fortunafans es wagten mal kurz aufzustehen. Sprüche wie “ohne uns Baden-Würtemberger wäre
das Land pleite”, “von Denen (NRW) würde ja eh´keiner arbeiten” bis “was hat man von solchen Menschen” zu erwarten, hinterliessen einen beschämenden Eindruck vom IQ dieser bornierten
und höchstarroganten alten Männer aus dem Schwabenland. Gesprochen übrigens in einer Sprache (Dialekt), die sich so anhörte, als hätten diese “Leute” 2 Kilo Maultaschen im Mund. Was das noch mit
deutscher Sprache zu tun hat, wer weiss es schon. Schwäbisch hat spätestens nach diesen Ergüssen viel an Sympathie verloren. Insgesamt muß man aber den Fans und dem “normalen” Umfeld der Stuttgarter
Kickers ein grosses DANKE aussprechen für die Gastfreundlichkeit im Stadion neben dem Fernsehturm.
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