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30 Jahre nach dem Endspieldrama gegen Barcelona sollte sich wieder Großes tun und so ....
... traf die Fortuna heute im beschaulichen Aalen auf der Ostalb gegen den abstiegsbedrohten VfR Aalen an. Dieser hatte am Mittwoch in Stuttgart gewonnen und so ein wenig vorgelegt gegen die Konkurrenz im
Tabellenkeller. Unser Team hatte nach dem 1:0 gegen CZ Jena den 3. Platz erobert, da Paderborn gegen die Zweitvertretung aus Bremen verloren hat. Seit Tagen arbeite ich eigentlich nur noch in einem nervösen Zustand,
ich hoffe die Kunden merken nichts davon :-) .
Nun zu unserer Reise nach Aalen. Um 7 Uhr in der Früh fuhren wir gemeinsam mit Hansi Richtung Süddeutschland. Wir beide waren bereits vor 23 Jahren beim Pokalspiel zugegen. Allerdings hat sich das Stadion und das
Umfeld in Aalen stark verändert. Für die knapp 480 km brauchten wir versehen mit 2 längeren Pausen, einem Umweg über die Landstraße (w/ Stau) bei Mainaschaff und der Parkplatzsuch knapp 5 1/2 Stunden. Auf der Fahrt
haben wir viel über die letzten 30 Jahre der Fortuna diskutiert . Über Erfolge, Niederlagen und den ein oder anderen Tiefpunkt. Und was uns eigentlich in den letzten Jahren alles entgeht, wenn man sich mal im
Fernsehen anschaut, was in andern Stadien so passiert. So hofften wir, heute etwas Positives zu erleben. Positiv war natürlich vorab, das man auf den diversen Autobahnen viele Busse und PKW mit Fortunafans sah. Das
hatte schon was von Chemnitz 1995 und Erfurt letzte Saison. Im Ort angekommen sah man fast nur Autos aus dem näheren Umfeld von Düsseldorf und rot-weiß gekleidete Fussballfans. Nach einem kurzen Marsch über ein Feld
in Richtung Stadion traf man auch viele bekannte Gesichter und so machten wir es uns auf der Tribüne in Block I gemütlich. Auch um ein wenig die Nerven zu beruhigen, das es irgendwie jede Minute kribbeliger wurde.
Um 13.30 Uhr pfiff dann Bundesligaschiedsichter Lutz Wagner das Spiel an. Die Marschroute war klar. Ein Sieg mußte her, damit die bisherige Ausgangssituation bestehen bleibt. Immer ein Auge auf die Anzeigetafel, die
uns gute Ergebnisse aus den anderen Stadien bringen sollte. So sprach sich aufgrund vieler Handys schnell rum, das Jena bereits nach 9 Minuten 2:0 gegen Unterhaching führt. Die Stimmung im Fortunablock war schier
grenzenlos gut.
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Und spätestens in Minute 14 wurde das kleine beschauliche Stadion zu einem Tollhaus. Nach einem Pass von Christ in die Spitze auf Lawaree und dem Abpraller von Torhüter Linse konnte Lumpi den Ball zum 0:1 in die
Mitte des Aalener Tores schießen. Nun war die Fortuna auf Platz 2, dem direkten Aufstiegsplatz. Die Nervosität verschwand trotz dieser Tatsache leider nicht und sie wurde von Sekunde zu Sekunde größer. Den die
Gastgeber, die zu Beginn mehr oder weniger chancenlos gegen die Angriffe der Fortuna ankämpften kamen nach einer Ecke urplötzlich zum Ausgleich. Der Ball wurde kurz ausgeführt, es kam eine scharfe Flanke vor das Tor
und Bohl köpfte leicht bedrängt in die linke Ecke des Fortunatores. Dieser Schock mußte ersteinmal verdaut werden. Zuvor hatte unser Team verpaßt (wie auch in Braunschweig) das nächste Tor nachzulegen und den Gegner
damit zu demoralisieren. Und die Mannschaft leiß sich nach diesem plötzlichen Gegentor in die Abwehr drängen, so daß man Angst ahben mußte, das nächste Tor zu kassieren. Und in Jena stand es auch wieder
Unentschieden, und Paderborn führte bereits zur Pause mit 4:0 gegen Burghausen. Nun war es wieder Platz 4.
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Sollte es wieder so kommen wie in der Vorsaison ? Das unsere geliebte Fortuna den undankbarsten Platz abbekommt ? Den zum Ende der 2. Hälfte gab es durch Lechleiter und Stegmayer gute Chancen durch die Aalener,
die nach dem Ausgleich Oberwasser bekamen. Weiterhin betrübte die nun merklich ruhigeren Fortunafans die Verletzung von Halet, der in M Minute 36 ausgewechselt werden musste und die Tatsache, das Lumpi nach 2
unglücklichen Szenen, bei denen der mit Gegenspielern zusammenstiess, eine Verletzung vorlag, die in zwang ausgewechselt zu werden. Für ihn übernahm Christ die Rolle des Mannschaftskapitäns. Aalen wurde nun ein
wenig stärker und man merkte auch der Fortuna die kräftezerrende englische Woche an. Die Fortuna kam bis zur 70. Minute nur einmal richtig vor das Tor der Aalener. Kadah tankte sich in den Strafraum durch und
scheiterte an Torhüter Linse. In der Zwischenzeit wurde das 3:2 von Jena gegen Unterhaching bekanntgegeben. Nun war man wieder Dritter aufgrunde des Torverhältnisses. Un in Minute 72 dann der grosse Auftritt von
Christ und Kadah. Aus dem Mittelfeld spielt Marco Christ einen 40-Meter-Pass direkt auf den Kopf von Kadah, der mit einem Aufsetzer freistehend das erlösende 2:1 für unsere Fortuna macht. Wieder grenzenloser Jubel,
den das bedeutet Platz 2 in der Tabelle.
Nun wurde es wieder eine Nervenaufreibende letzte Viertelstunde für die geschätzten 4.000 Fortunen vor Ort in Aalen. Zeitweise kam die Mannschaft hinten nicht mehr aus der Verteidigung raus. Und so zooooog sich
das Spiel immer mehr hin. Und die Nachspielzeit schien schier endlos zu sein. Bereits kurz vor Schluss rsannten die ersten Fortunafans auf den Platz, weil sie nach einem Freistosspfiff dachten, die Partie wäre zu
Ende. Gefühlte 5 Minuten später war dann aber Ende. Die Spieler, die heute alles gegeben haben und die Fans feierten den Sieg, als wenn der Aufstieg schon sicher wäre. Das war es nicht, aber er schuf die
Grundvoraussetzung dafür, im letzten Spiel alles selber regeln zu können. Bei einem Sieg ist es der direkte Aufstieg, bei einem Remis die Relegation. Stand heute: VfL Osnabrück als Gegner. Aber wir wollen hoffen,
das die Spieler Großes vollbringen und der Fortuna nach 10 Jahren Amateurfussball wieder der Schritt in den Profifussball gelingt. Kein WDR mehr, der als Ölner Sender die Fortuna eher mißmütig behandelt, der von
legendären Spielen (z.B. 5:5 in Braunschweig) den Fans noch nicht einmal ein paar Minuten für die Zwangsabgabe an die GEZ gönnt. Der lieber Ausschnitte von unwichtigen Spielen wie Wuppertal - Aue und Braunschweig -
Sandhausen (sehr interessant für Fans westdeutscher Vereine) in 4-5 Minuten Beiträge behandelt und 10 Tore letzte Woche überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt. Zeigt in Zukunft (Aufstieg vorausgesetzt) wieder den
Geissbock beim Grasen oder Die Sendung mit der Maus zur besten Fussballzeit. Alleine deswegen lohnt sich der Aufstieg, damit wir mit dem Schwachsinnssender nichts mehr zu tun haben müßen.
Die Rückfahrt war eine einzige Triumphfahrt über die Autobahn. Wir 4 haben dann noch einen kurzen Stopp am Rhein-Neckar-Stadion gemacht, wo wir aufgrund eines Staus zu spät ankamen. Danach ging es durch das Dorf
Hoffenheim und Heidelberg wieder auf die A5 und dann Richtung Heimat. Glücklich fielen meine beiden Kleinen und ich ins Bett und ich träumte von Spielen bei 1860 München, am Betzenberg u.v.m. .
Jetzt gilt es im letzten Heimspiel vor einer gigantischen Kulisse das Wunder wahr zu machen. Jungs, kämpft für Euch, für uns und den Verein Fortuna Düsseldorf. Ihr werdet in dieser Woche die Euphorie sehen und
spüren. Wir werden Euch zum Aufstieg schreien und brüllen. Werdet Helden, wie die vor 30 Jahren. Hier schließt sich hoffentlich ein Kreis. Mals sehen wie ich die Woche beruflich über die Runden bekomme :-) !!!
Nun noch ein paar Bilder und auf gehts am nächsten Samstag.
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