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Kopie von jetzaber-2

Wacker Burghausen - Fortuna 95 0:4 (0:2)

Wacker-Sportpark

Zuschauer: 3.500

Tore:

0:1 Lawaree 6.

0:2 Lawaree 9.

0:3 Sahin 55.

0:4 Caillas 74.

 

 

Bärenstarke Vorstellung in Burghausen.

Hier geht es zu den Bildern.

Verdient entführte unser Team die 3 Punkte aus Oberbayern. 350 - 400 Unentwegte Fortunafans machten sich mit auf den Weg an den Grenzort zu Österreich.

Der Tag begann bereits um 1.30 Uhr, als der Wecker klingelte. Zuerst glaubte ich an einen dummen Scherz, aber das fiel mir ein, das die weiteste Auswärtsfahrt der Saison bevorsteht. Es sollte nach Burghausen gehen, der Stadt an der Salzach, unweit von Salzburg. Bereits am Abend waren die wichtigsten Sachen gepackt und so rannten wir zum Solinger Hbf, wo es über Düsseldorf - Köln - Rosenheim - München nach Burghausen gehen sollte. Der Preis für uns 3 war so gut, das ich eine Fahrt mit dem Auto verwarf. Zumal man ja entspannt die Zugfahrt geniessen kann. In München gab es dann aber zum ersten Mal kleine Zweifel, da es irgendwo zwischen München und Mühldorf (Obb) eine Baustelle geben sollte. So vertrauten wir dem Tip der Servicemitarbeiter und dem Computerausdruck und führen mit dem IC nach Rosenheim. Hier sollten wir dann über 30 Minuten Zeit ahben um mit dem nächsten Regionalexpress pünktlich um 12.18 Uhr in Burghausen anzukommen. Ob es daran lag, das der Zug das Ziel Rimini an der Adria hatte oder andere Dinge eine zügige Fahrt verhinderten, bleibt ein Geheimnis. Der Zug hatte es geschafft ohne das offensichtlich langsamer wurde, nicht nurden Vorsprung zu verspielen, sondern auch noch dafür zu sorgen, das unser Anschlusszug ohne uns fuhr.

Was wären wir, wenn die freundliche Dame vom Servicepoint der DB in Rosenheim nicht umgehend ein Lösung parat hätte. In 2 Stunden würde ja der nächste Zug kommen. Ausserdem wäre ja klar gewesen, das die Anschlussverbindung nicht klappen konnte. Aha, interessant. Zumal der spätere Zug dafür gesorgt hätte, das wir mindestens in ersten beiden Tore verpaßt hätten und erst zum Ende von Halbzeit 1 im Stadion angekommen wären.

Also (siehe Erfurt) ein Blick vor den Bahnhof und dort stand unsere Rettung: ein Großraumtaxi, wo wir uns dann mit 3 anderen Fortunen (Deutschländer und Ameisenmann seien gegrüßt) auf den Weg über die Landstraßen nach Burghausen zu machen. Der Preis stand mit ca. € 100,-- schon vorher fest.

Nun ging es ans Eingemachte. Über Bamham, Pruttling, Halfing, Obing , Trostberg und Kirchweidach fuhren wir durch schöne Landschaften nach Burghausen, wo wir am Bahnhof rausgelassen wurden. Gut das wir nicht noch durch Langenpfunzen, Truchtlaching und Pittenhart gekommen sind.

Nun waren wir alle froh doch noch pünktlich angekommen zu sein und so aßen wir zu erst etwas im benachbarten Edekamarkt um dann zum Stadion rauszugehen. Dieses Kleinod deutscher Stadionbaukunst liegt direkt am Werk der Wacker AG, einem großen deutschen Chemiekonzern. Umgeben ist dieses Werk von vielen Werkshäusern, den firmeneigenen Sportanlagen inkl. eines Schwimmbades, welches aber selbst bei diesem vorerst ungemütlichen Wetters von Kinder genutzt wurde. Die Anlage ist “niedlich”, reicht sicher bei Zuschauerzahlen von 3.500 vorne und hinten. Hier wurde man freundlich vom Ordnungspersonal begrüsst und angemessen behandelt. Wir 3 hatten unsere Plätze auf der Haupttribüne in Block E, wo sich einige Fortunen tummelten.

Zum Spiel:

Da wir ja aus den letzten Jahren kaum Vergleiche mit den Südvereinen hatten, war ich mir unsicher, was mein Gefühl zum Spielausgang bringen sollte. Alles war möglich. Allerdings waren die Stuttgarter Kickers auch keine wirklich starke Mannschaft vor 2 Wochen.

Aber bereits nach 9 Minuten hatte der heute sensationell aufspielende Axel Lawaree ein 2:0 herausgeschossen, allerdings unterstützt von der desolaten Abwehr der Heimmannschaft. Danach hatte die Fortuna den Raum, den sie braucht um ihr gutes Konterspiel aufzuziehen. Bis zur Pause hätte wenigstens noch 1 Tor für die Fortuna fallen können, wenn nicht müssen. Am Ende von HZ 1 hatten die Wacker-Spieler ihre einzige gute Phase, sie konnten aber aus ihren Chancen nichts machen, ausser ein Tor, welches aber bereits vorher vom Linienrichter abseits gewunken wurde.

Nach der Pause kam dann über Axel Lawaree der entscheidende Vorstoss. Sahin konnte die Vorlage von Axel annehmen, 2 Spieler austanzen und souverän in die rechte untere Ecke vollstrecken. Jetzt war der Widerstand der Hausherren gebrochen und Fortuna spielte ihre Stärke jetzt aus. Und spätestens als Lawaree an der Aussenlinie den Ball erkämpfte und mit einer Sahneflanke Caillas bediente und der knapp über der Grasnarbe den Ball ins Tor köpfte war der 2. Auswärtssieg unter Dach und Fach. Der Rest war jubeln und feiern.

Die Spieler feierten sich und die mitgereisten Fans zu Recht und so gingen alle zufrieden zu ihren Bussen, Autos oder Zügen. Schön zum Abschluss: Langeneke konnte sich von seinem Trikot trennen ;-) .

Fazit des Spieles: Der schwache Gegner machte es erst der Fortuna leicht 2 Tore zu schiessen, allerdings verhinderte unser ersatzgeschwächtes Team auch große Chancen der Wackerspieler. Und Melka hielt, was auf seinen Kasten kam (2 Schüsse) , So machen auch anstrengende Auswärtsfahrten Spass auf mehr. Nun kommt Unterhaching und die nächste Reise bringt uns das Spiel in Sandhausen bei Heidelberg.

Zur Rückfahrt nur soviel. Die Odyssee bezüglich der Planung der Bundesbahn ging weiter. Ausgestattet mit einem Fahrplan, der laut Schaffnerin erst eine Woche später gültig sein sollte, fuhren wir mit einem Zug, den es wohl nicht gab, der uns aber bis München Ost brachte, was uns eine Zeitersparnis von knapp einer Stunde brachte. So konnten wir vor der Fahrt mit dem ICE nach Frankfurt/Main Fernbahnhof noch ein wenig im Bahnhofsumfeld bummeln und das ein oder andere Souvenir kaufen. Über Frankfurt, Köln-Deutz ging es nach Solingen, wo wir um 1.19 Uhr ankamen und die Reise nach einem Fussmarsch von knapp 30 Minuten an unserem Haus beendeten. Müde aber zufrieden fielen wir ins Bett.