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Heisses Spiel und eine kalte Muschi (siehe ganz unten).
FC St. Pauli - Fortuna 95 2:1 (1:1)
Millerntor
Zuschauer: 23.300
Tore:
1:0 Kruse 4.
1:1 Langeneke 22. FE
2:1 Hennings 73.
Nach 3 Jahren spielte die Fortuna wieder einmal am berüchtigten Millerntor auf St. Pauli. Bei letzten Aufeinandertreffen trennten sich die Wege für ein paar Jahre, da der FC St. Pauli bereits früher auf den Weg in
Liga 2 gemacht hat. Hier hat es die Fortuna nach 10 Jahren auch wieder geschafft und so stand an diesem 07.11.2009 nach 10 1/2 Jahren wieder ein Zweitligaspiel am Millerntor an.
Allerdings waren die Erfahrungen der Fortuna dort bisher nicht so positiv. Der einzige Sieg am Millerntor datiert aus dem Jahre 1991, als die Fortuna während eines kurzen Höhenfluges unter Trainer Hickersberger
dort mit 3:2 gewann.
Aber das ist lange her. In diesem Jahr (zumindestens ab Mai 2009) macht die Fortuna den ganzen Fans einen Riesenspaß und holt sich so auch den Respekt vieler Fans zurück. Mit 20 Punkten auf der Habenseite konnten
wir so am heutigen Tage “entspannt” Richtung Hamburg starten. Meine beiden Kleinen mußten leider zu Hause bleiben, das die Abfahrt sonst zu spät gewesen wäre. Ein Thema muß aber noch vor dem Spiel- und
Erlebnisbericht angesprochen werden. Selten gab es ein solches “Chaos” bezüglich der Tickets für ein Fortunaspiel. Aufgrund des Abrisses der alten Haupttribüne vor dem Fortunaspiel gab es erst zu wenig
Karten für das Spiel. Dann wurde die Tribüne eben doch nicht dem Erdboden gleichgemacht und so gab es dann plötzlich doch noch Tickets. Schlecht für Fans, die bereits Hotel, Flug und/oder Bahnticket gebucht hatten.
Dazu noch die Tatsache, das es am Montag vor dem Spiel dann doch noch 600 Karten bei der Fortuna gab, von denen dann gefühlte 50% umgehend noch am selben Tag bei Ebay in den Auktionen landeten. Ganz großer Sport,
wenn man beim Betrachten der angebotenen Karten fast immer “Gästeblock” lesen dürfte. Also die eigenen Fans zu versrsch*n, das ist verdammt armselig. Was Menschen nicht alles für Geld tun.
Wir 4 Autoinsassen hatten dann für 4 verschiedene Blöcke Karten und so gingen wir vor dem Spiel auseinander um auf unsere Plätze zu kommen. Über Umwege der Geschäftsstelle des FC St. Pauli, einer Leihgabe
meinerseits für die Ausstellung 100 Jahre FC St. Pauli und einem “Deal” mit einem Mitfahrer kam ich dann zu der teuersten Karte, die ich jemals für ein Fortunaspiel mein Eigen nennen konnte.
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Aufgrund der Tatsache, das die Gegengeraden erst später erneuert werden, hatte man den VIP Bereich hinter das Tor an der Südseite angebracht. Hier sitzt man gemütlich auf Ledersitzen oberhalb dem Fanblock der
Heimmannschaft, die während des gesamten Spiels eine unermüdliche Unterstützung ihres Teams betrieben. Einzig allein die Unterstützung des Spielers Naki, der bei jeder Gelegenheit namentlich ins weite Rund gebrüllt
wurde, war m.E. nach ein wenig zu viel, wenn man bedenkt, was dieser Spieler bei St. Paulis Sieg in Rostock veranstaltet hat. Insgesamt aber überwog der positive Eindruck zur Stimmung beider Fanlager im Stadion. Die
zahlreich mitgereisten Fortunen gaben selbstverständlich auch ihr Bestes und so wurde es von Beginn an zu einem emotionsgeladenen hochwertigen Zweitligaspiel. Wie schon erwähnt konnte die Fortuna an diesem Abend
eigentlich nur gewinnen. Die 20 Punkte sollen zwar nicht dazu verleiten die Spiele locker zu sehen, allerdings ist die Fortuna in der bequemen Situation, das eine Niederlage nicht direkt Druck bringt.
Und so begann die Fortuna das Spiel sehr druckvoll und hatte bereits nach knapp 2 Minuten die große Chance auf das 1:0. Jovanovic rannte auf halblinks auf das Paulitor zu und schoß den Ball alleinstehend knapp am
Tor vorbei. Leider dauerte es keine weiteren 2 Minuten bis die Heimmannschaft das Fortunagehäuse entdeckte und aus der allerersten Chance das 1:0 machte. Wer nun glaubte, das die Fortuna Angst bekäme sah sich
getäuscht. Insgesamt spielte die Fortuna für eine Auswärtsmannschaft sehr forsch und dominant. Spätestens ab der 15. Minute spielte dann nur noch unser Team. Pfiff der Schiedsrichter nach einer Viertelstunde noch
keinen Elfer nach einem “Foul” an Jovanovic, so zeigte er nach einem Rempler an Lambertz dann doch auf den ominösen Punkt.
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Mit ein wenig Glück brachte Langeneke den Ball zum verdienten 1:1 im Tor unter. Ich möchte keine weitere Schiedsrichterschelte (siehe Fürthbericht) loslassen. Den einzigen Fehler tätigte SR Stiehler, als er nach
einem Foul am Strafraumrand an Harnik keinen weiteren Elfmeter gab und Torhüter Hain nur mit gelb verwarnte. Zu seiner Ehrenrettung ist zu sagen, das man es auch erst in Zeitlupe im Fernsehen genau erkennen konnte,
das es auf der Linie war. Eine Notbremse hätte man trotzdem auslegen können. So ging es mit sehr guter Stimmung auf beiden Seiten in die Halbzeit, wo ich zum zweiten Male das Buffet entern konnte. Angenehm auch, die
Getränke und die Tatsache, das die Sanitäranlagen in diesem Teil des Stadions durchaus als angenehm zu bezeichnen waren. Im Gegensatz zu denen im anderen Teil der Anlage. In Halbzeit 2 hatte die Fortuna das Spiel
eigentlich zu jeder Zeit im Griff und eigentlich freute ich mich schon darauf, mit einem Punkt nach Hause fahren zu dürfen. Es hätten auch derer 3 sein können, wenn Lumpi seine Großchance in Minute 70 nicht
versemmelt hätte. Und wieder dauerte es nur 2 Minuten nach einer Fortunagroßchance bis der FC St. Pauli wieder in Führung ging. Am Ende stand ein Fehlerkette, die Hennigsen es ermöglichte freistehend vor unserem
Torwart den Ball im Tor zu versenken. Aber selbst danach wollte sich das Team nicht geschlagen geben. Weitere Chancen wurden herausgespielt und die große Gelegenheit zum Ausgleich bestand auch kurz vor Schluss. Aber
an diesem Abend sollte es wohl nicht sein. So pfiff der Referee unter dem Jubel der 20.000 Heimfans das Spiel ab.
Der Link zu meinem Youtubevideo hier !!!
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So ging trotz der Niederlage ein toller Abend zu Ende. Stolz und ein wenig traurig verlies ich dann die Tribüne um mir noch ein wenig Proviant für die Rückfahrt zuzulegen. Und einem Teller warmen Geschnetzeltes
konnte ich dann auch nicht widerstehen. Es hat Spass gemacht, weil die Atmosphäre trotz der Rivalität sportlich fair geblieben ist. Die letzte Szene, als die Fortunaspieler beklatscht wurden hat mich auch wenig
stolz gemacht. Wann wurde zuletzt eine Fortunamannschaft auf diese Weise geehrt ? Nun gibt es eine Woche Pause, da es am nächsten Wochenende ein Länderspiel gibt und die Profiligen damit eine Pause einlegen. Für
mich geht es dann am Freitag zum Freundschaftsspiel nach Wilhelmshaven. Heute gab es dann noch eine Rückfahrt über die A1, wo man sich fragt, warum man nicht eine Dauerbaustelle zwischen Hamburg Süd und der Ausfahrt
Wuppertal-Nord macht. Peinlich, wenn man alle 3 Kilometer für 6 Kilometer in eine Baustelle fahren muß, an der nicht gearbeitet wird. Hier sehe ich großes Potential um Geld zu sparen. Aber da ja gerade die Maut für
PKW mal wieder im Gespräch ist .......... !!
Um 0.30 Uhr waren wir dann wieder gesund und munter in Solingen. Nur das mit der kalten Muschi muß ich noch erklären:
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