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Traurig, aber mächtig stolz.
Fortuna 95 - Hamburger SV 4:7 n.E. (3:3,2:2,2:1)
LTU-Arena
Zuschauer: 35.600
Tore:
0:1 Petric 5.
1:1 Fink 11.
2:1 Boateng 16. Eigentor
2:2 Trochowski 54.
2:3 Trochowski 95. FE
3:3 Lambertz 120.
Sensationelle Leistung wurde nicht belohnt.
Im ersten DFB-Pokalspiel nach 5 Jahren (2004 gab es ein 1:3 gegen den VfL Bochum), hat sich die Fortuna dank einer Klasseleistung und einer engagierten kämpferischen Leistung in die Herzen der Düsseldorfer Fans
gespielt. Zwar verlor man nach dem Elfmeterschiessen, aber das hat keinen der Zuschauer im gutgefüllten Stadion gestört. Frenetisch wurde die Mannschaft gefeiert, als wenn man gerade die Meisterschaft gewonnen
hätte. Und der Jubel, der durch das weite Rund brandete, als Lumpi den Ausgleich erzielte, habe ich noch nie bei einem Fussballspiel der Fortuna erlebt.
Hierfür wurde das ansonsten sprödere Düsseldorfer Publikum bundesweit gelobt. Selbst Foren der Vereine, die uns ansonsten nicht so Nahe stehen, äusserten nur Positives über Stimmung und Leistung an diesem Abend.
Sicher war der favorisierte HSV nicht mit der besten Leistung auf dem Platz, allerdings hat unser Team auch alles gemacht um den Bundesligisten an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Als nach 5 Minuten das 0:1
fiel, war die bis dahin gute Stimmung ersteinmal im Eimer. Aber die Fortuna benötigte nicht viel Zeit um den HSV in Nöte zu bringen. Ein Tor nach einer flachen Freistosshereingabe durch Fink und ein Eigentor von
Boateng nach einem Klassepass von Christ auf Caillas, der den Ball so vor das Tor brachte, das Boateng chancenlos war und den Ball ins eigene Tor abfälschte. Im Laufe von Halbzeit 1 dominierte dann die Fortuna, die
versäumte, das 3:1 zu machen, als Jovanovic und Christ 2 grosse Chancen ausliessen.
Zur Pause brandete dann ein Riesenapplaus auf die Fortuna ein. In Halbzeit 2 dauerte es dann 10 Minuten, ehe Nationalspieler Trochowski einen Distanzschusss in den rechten oberen Winkel unhaltbar platzierte. Bis
zum Ende des Spiels gab es dann nicht mehr ganz so viele Torchancen und so ging es in die Verlängerung.
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Hier war es dann wieder Trochowski, der einen Elfmeter ins Tor schoss, nachdem Melka ein Foul im Strafraum beging. Glück hatte die Fortuna, das der ansonsten leicht HSV-eingestellte Rabati nicht die Rote Karte
zog. Wer meinte, die Fortuna würde aufstecken, sah sich getäuscht. Zwar dauerte es ein paar Minuten, bis das Team den Glauben in sich wiederfand, aber dann blies die Mannschaft zu den letzten Angriffen. Zwar immer
mit der Gefahr ausgekontert zu werden, aber schon mit der letzten Kraft und einem unbeugsamen Willen. Als dann der HSV dann bei Minute 119 einen Eckball bekam, begannen die Fortunafans bereits ihr Team zu feiern.
Aber keine 60 Sekunden später war das Unmögliche passiert, Nach einem letzten Angriff schnappte sich Lumpi halbrechts vor dem Strafraum den Ball, umspielte Petric und schoss halb im Liegen den Ball, leicht
abgefälscht zum 3:3 ins Tor. Was nun in diesem Stadion abging, war definitiv das Beste und Emotionalste, was ich je an Jubel bei einem Fortunaspiel erlebt habe. Grenzenlose Ekstase und ein schier unendlich lauter
Jubel lag in diesem Stadion, welches langsam trotz seiner Unbeliebtheit zu Beginn, die Heimat der Fortuna werden soll und wird.
Das danach das Elfmeterschiessen verloren ging, war zwar nicht schön, aber die Fans feierten noch minutenlang die Mannschaft. Selten ist bei einem Erstrundenspiel im DFB-Pokal eine solche Stimmung im Stadion
gewesen und das nicht nur auf die Fortuna bezogen. Der Reporter der ARD überschlug sich ebenso in seiner Reportage, wie auch die Herren Delling und Scholl von der ARD und auch Trainer Labbadia lobte die Einstellung
und spielerische Qualität der Fortuna.
Eine Fortsetzung dieser Lobeshymnen folgte dann in den nächsten Tagen in der Presse, von RP über Bild, Express und andere mehr seriöse Zeitungen.
Nun gilt es für den Saisonstart in Liga 2 am Samstag die nötige Einstellung zu finden und den Mitaufsteiger nicht zu unterschätzen . Ein guter Start in Liga 2 wäre gerade gegen das Team aus Westfalen wichtig.
Zumal noch ein wenig die Auftaktniederlage aus der Vorsaison wurmt. Mal sehen, wie sich die Mannschaft im ersten Ligaspiel präsentiert.
Uns Vieren, selbst der Kleinste war dabei, wurde so ein denkwürdiger Abend beschert. Nach dem Spiel gegen Werder 2 und dem Aufstieg, dem Krimi in Aalen an Spieltag und diesem Pokalhit haben wir nun 3 klasse und
herausragende Fortunaerlebnisse gehabt, für die ich nach 10 Jahren des Wartens sehr dankbar bin.
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