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Kopie von jetzaber-2

Derbyzeit an Rhein und Ruhr.

 

MSV Duisburg - Fortuna 95 3:0 (1:0)

MSV Arena

Zuschauer: 27.371

Tore:

1:0 Tararache 43.

2:0 Tiffert  52.

3:0 Wagner 61.

 

Großer Kampf im Nachbarschaftsduell !!

 

Mit 0:3 verlor unsere Fortuna am heutigen Abend beim Aufstiegsmitfavoriten MSV Duisburg. Zum ersten Male trafen beide Teams im neuen Stadion aufeinander. Während es in der letzten Spielzeit in einem Freundschaftsspiel noch das Duell Bundesliga gegen Drittligist war, spielte man heute in derselben Spielklasse. Das letzte Spiel gegen eine Erstvertretung des MSV um Meisterschaftspunkte gab es in der Spielzeit 1996/97, das damalige Spiel endete 0:0.

Vor dem Spiel hatte man allerdings das Gefühl, das die Verkehrsregelung und die Parkplatzsituation rund um das Stadion nicht zweitklassig, sondern höchst amateurhaft ist. Brauchte man für 10 Km von Mettmann (Abfahrt am Arbeitsplatz) bis kurz hinter Breitscheid auf der A3 noch gerade mal 17 Minuten, so dauerte es gefühlte Stunden um die Autobahn zu verlassen. Die Ausfahrt Wedau war verstopft, weil die Polizei es wohl nicht nötig hielt, die Unmassen an PKW, die Richtung Stadion wollten planmässig und bevorzugt abfahren zu lassen. Dazu die Schnarchsäcke und Könige der Autobahn, die auf dem Standstreifen überholten und so das Chaos noch vergrösserten. So brauchte man gepflegte 70 Minuten für gerade mal 1.000 Meter um die A3 endlich hinter sich zu lassen. Aber bis zum Stadion dauerte es dann noch mal gute 30 Minuten (für vielleicht 3 Km) und nach der desolaten Parkplatzsuche und einem Sprint zum Stadion kamen wir in Minute 5 auf unseren Tribünenplätzen in Block 3 an.

Lieber MSV, das Stadion ist prächtig, der Verein wird seriös geführt und die Mannschaft spielt sicher einen guten Ball, aber alles andere rund um das Spiel ist geradezu eine Zumutung erster Rangordnung. Zur Durchführung eines Zweitligaspiels gehören auch so Dinge wie Parkplatzorganisation und Verkehrsregelung. Als Krönung wurde dann auf der Haupttribünenseite einer der beiden Ab- bzw. Ausgänge geschlossen, damit kein Duisburger auf Fortunen treffen kann. Soweit so gut, aber abgesehen vom Umweg finde ich es nicht gerade spassig als Fortune gemeinsam mit den Kindern am MSV-Fanblock vorbei gezwungen zu werden. Bei Problemen wäre man aufgrund der Anzahl der MSV-Anhänger (die aber friedlich waren) vermutlich untergegangen und hilflos dem Mob ausgesetzt gewesen. Hierfür ein großes Danke für das Fingerspietzengefühl.

MSV - Fortuna 95
MSV - Fortuna 95 (1)

Bevor ich zum Spielbericht komme noch ein ebenso großen Dank an die Polizei nach dem Spiel. Aufgrund von einer Person, die Steine schmeißt )gesehen hat ihn keiner !?) sollten wir anstatt zu unserem Auto zu Fuss in Richtung Bahnhof gehen. Auf die Frage, was wir dort machen sollen, konnte der freundliche Polizist keine Antwort geben, aber er behielt noch für einige Minuten sein Geheimnis (wie auch seine Kollegen) für sich. Einwände, das unser Auto doch hinter ihm stehen würde, interessierten ihn nicht im geringsten. Nach weiteren 15 Minuten diskutieren konnten wir ihn überzeugen, das das F95 auf dem T-Shirt vermutlich einen Fortunafan ausmacht und so ließ uns der freundliche Herr endlich zum Auto.

Meine Wertung heute:

Stadion: sehr gut

Verkehrsregelung vor dem Spiel: ungenügend

Parkplatzregelung: mangelhaft

Polizei und Logik: gewöhnungsbedürftig und mangelhaft

Spiel von der Fortuna: befriedigend

Ergebnis: ungenügend.

 

Heute mußte das Team von Trainer Meier der Naivität Tribut zollen. Offensiv spielte die Fortuna im Stadion des MSV und erkämpfte sich zu Beginn des Spiels 2 große Chancen, die von Bulikyn und Lambertz nicht genutzt wurden. In den ersten 30 Minuten fand der MSV überhaupt nicht statt und die Fortuna, unterstützt von einer großen und lautstarken Anhängerschaft, konnte das Spiel beim Favoriten mehr als offen gestalten.

Aber wie es manchmal nun vorkommt, gelingt den Hausherren mit einem Sonntagsschuss nurz vor der Pause das 1:0. Tararache traf aus ca. 25 m unhaltbar für Ratajczak in den linken oberen Winkel. Nicht verdient und dazu zum ungünstigsten Zeitpunkt gelang dem MSV das Führungstor. Dazu dann noch als Höchststrafe der MSV-Twist, der in Guantanamo als psychische Folter durchgehen würde. Leider mussten wir uns diesen musikalischen Supergau noch 2x anhören. Als die Fortuna in Minute 50 den Ball nach einer Ecke an den Pfosten des MSV-Tores brachte, fiel statt dem 1:1 im Gegenzug das unverdiente 2:0 und die Musikfolter ging in Runde 2. Und gearde als ich Nerven und Gehör teilweise erholt hatten, kam es zum 3. Supergau, gesangsmäßig durch die vielen MSV-Fans noch lauter gemacht. Nach dem 0:3 war das Spiel gelaufen. In den letzten 30 Minuten bemühte sich die Mannschaft um eine Resultatsverbesserung, aber auf beiden Seiten passierte nichts mehr. So muß man feststellen, das nicht das bessere, aber das ausgebufftere Team die 3 Punkte geholt hat. Und der MSV immer dann traf, wenn es nötig und für den gegner demoralisierend sein mußte. Andere würden es effektiv nennen. Die Fortuna hat sich an diesem Montagabend gut verkauft, hat aber der Unerfahrenheit Tribut zollen müßen. So war keiner mitgereisten Fans böse und das Team wurde noch lange nach dem Schlusspfiff bejubelt, sehr zur Irritation der siegreichen MSV-Fans.

Nun steht die Länderspielpause an, die mit 2 Testspielen überbrückt wird.

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