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SV Wilhelmshaven 92 - Fortuna 95 2:3 (1:1)
Jadestadion
Zuschauer: 400
Tore:
0:1 Harnik 12.
1:1 O`Neill 32.
1:2 Caillas 57.
1:3 Gaus 58.
2:3 Moslehe 62. FE
Am Freitag, dem 13. ging es an die Nordsee.
Wolf Werner und sein ehemaliger Verein, der SV Wilhelmshaven haben an diesem ungemütlichen Freitagabend ins Jadestadion zu Wilhelmshaven geladen. Als bekannt wurde, das die Fortuna im hohen Norden ein
Freundschaftsspiel austrägt, war zuerst große Freude vorhanden. Je näher der Termin kam, fragte man sich dann allen Ernstes, ob man noch normal ist um dann letztlich doch ins Auto zu steigen um sich den Kick
anzuschauen. Losgefahren sind wir um 14.15 Uhr mit Trikot-Olli und Hansi, der personifizierten Ratingen Fahne. Aus der Erfahrung der Fahrt nach Hamburg vor einer Woche fuhren wir diesmal über die A31 Richtung
Norden. So hatten wir keine Staus, die uns in die Bredouille bringen konnten. Da es neben dem ungemütlichen Wetter auch sehr schnell dunkel wurde, haben wir von den Sehenswürdigkeiten während der Fahrt und am Ziel
allerdings nichts zu sehen bekommen. So war unser Ziel einzig und alleine das Jadestadion .
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Dort angekommen stutzten wir ob der Zuschauermassen im Umfeld des Stadions. Wir parkten ca. 45 Minuten vor dem Anpfiff als so ziemlich erstes Auto auf dem großen Parkplatz vor dem Stadion und als wir in Richtung
Ticketbude gingen standen wir auch umgehend an einem der beiden geöffneten Schalter an erster Stelle. Positiv für den Sammler, die Tickets wurden mit Spielpaarung und Datum bedruckt. Selten in der heutigen Zeit bei
Freundschaftsspielen. Hier wurde die Frage nach Stadionzeitungen noch verneint, im Stadion dann gab es für 50 Cent zu meiner Freunde dann doch ein kleines DIN A5-Heftchen. Sehr schön. Nun ging es bei Sturm und Regen
unter die kleine Tribüne neben dem VIP-Raum.
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Da mein Ältester aus gesundheitlichen Gründen passen mußte sprang meine zweite Tochter schnell ein. Hinter der Tribüne bemerkten wir, das der Fortunamannschaftsbus (ohne großes Fortunalogo dank der Farbbeutel der
WSV-Fans) der ist, mit dem wir vor genau 2 Wochen noch nach Ipswich gefahren sind. Da es nun aber immer “frischer” wurde dürften sich meinen beiden Kleinen was Warmes zu essen holen, während ich ein
wenig durch das Stadion schlenderte. Ein Smalltalk mit dem ein oder anderen Spieler, Aleks Spengler und Wolf Werner rundeten die Wartezeit bis zum Anpfiff ab.
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Zu Beginn des Spiels gab es dann eine Trauerminute für Robert Enke, dem Torhüter von Hannover 96, der am vergangenen Dienstag in der Nähe seines Wohnortes gestorben ist. Mit nur 32 Jahren nahm er sich das Leben.
Über das warum und wieso möchte ich hier nicht philosophieren. Es ist nur traurig, wenn ein Mensch, egal ob berühmt oder nicht seinem Leben ein Ende setzt. Und damit Kummer für seine Angehörigen schafft. In
Erinnerung bleibt sicher ein toller Mensch, ein toller Sportler, der sich von den teilweise abgehobenen und extrovertierten Millionären aus der Fussballszene distanzierte und einem das Gefühl gab, ein
“normaler” Mensch gewesen zu sein.
Ihm wünsche ich, das er den Frieden gefunden hat, den er in den letzten Jahren in seinem Leben anscheinend nicht gefunden hat. Seiner Familie kann man nur die Stärke wünschen, um mit dieser Situation fertig zu
werden.
R I P Robert Enke
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Danach pfiff Schiedsrichter Willenborg das Match an. Die Fortuna trat ohne Cakir, Lawaree, Hergesell, van den Bergh, Christ, Ratajczak und Melka an. Dafür bekamen die Spieler aus der zweiten Reihe ihre Chance. Und
ein Testspieler aus Polen, David Jarka gab seine Visitenkarte ab. Aus meiner Sicht bemühte sich die Fortuna gegen den Gastgeber, der zur Zeit in der Regionalliga Nord sein Dasein fristet. In der Zwischenzeit hatten
sich dann ca. 400 Fans im Stadion eingefunden. Ob es am miesen Wetter lag, oder der SVW nicht mehr seine Fans in den Bann zieht, weiß ich nicht. An unserer Fortuna hat es sicher nicht gelegen ;-) !!
So dauerte es dann bis zur 12. Minute, ehe Harnik das 0:1 machte. Danach machte sich die zusammengewürfelte Abwehr der Fortuna das Leben selber schwer und als Caillas den Ball an der Torauslinie vertändelte,
nutzte O´Neill die Situation aus und schoss den Ball unhaltbar für Nettekoven ins Tor. Vor der Pause passierte dann nicht mehr viel und so waren wir froh Teil 1 dieses Spiels hinter uns gebracht zu haben.
In der zweiten Spielhälfte zog die Fortuna dann die Zügel etwas an und kam dann binnen 60 Sekunden zu 2 schönen Kontertoren. Aber bereits 4 Minuten später konnte der Gastgeber per Elfmeter verkürzen. So
plätscherte das Spiel bis zum Ende vor sich hin, was auch daran lag, das beide Teams bunt ein- und auswechselten. So blieb es bis zum Schluss beim 3:2 für die Fortuna. Vor Ort trafen wir noch Anutrof mit Anhang
(nicht weiblich) und Dirty Sanchez. Insgesamt waren im Vergleich zum St. Pauli-Spiel wenig Fans vor Ort ;-) !! Es viel sogar der Spruch: Ultras sind keine Fussballfans, die schauen sich nur kommerzielle Spiele
an und nicht solche wirklich schöne und gruselige Kicks bei Wind und Wetter. Nun ja, so gab es dann auch keinen Ärger wegen zu spät kommen und Fahnen überdecken. Auch ein Vorteil der wirklich überschaubaren Menge an
Fortunafans.
Für uns 5 ging es dann wieder Richtung Heimat, wo wir ca. 3 1/2 Stunden später auch gesund und munter wieder ankamen.
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