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Sie ist zu Ende, die erste Spielzeit im bezahlten Fussball nach 10 Jahren in den verschiedenen Dritten und der Vierten Liga. Eigentlich schade, aber andererseits auch gut, da die Fortuna eine begesisternde
Spielzeit darlegte. Am Ende war es Platz 4, den das Team von Trainer Meier erreichte. Einige werden sagen das es nur der 4. Platz war, ich bin dagegen dankbar für eine Spielzeit, die in dieser Form nicht zu erwarten
war.
So wusste ja keiner, wie die neuen Spieler einschlagen werden und welche Rolle die Fortuna in der Zeiten Liga spielen wird. Ich hatte bereits vorher Probleme, wie die Fortuna bei den starken Gegnern auf 40 Punkte
kommen sollte. Nun ging es anstatt zu diversen Zweitvertretungen wieder nach Kaiserslautern, St. Pauli, zu den Löwen und nach Bielefeld. Alles Gegner, die wir in den letzten Jahren nunr aus dem Kicker kannten. Meine
Kinder hatten bei vielen Gegnern noch nie ein Spiel gesehen. So traten wir in der Allianzarena an, der Betzenberg war auch nach 13 Jahren wieder einmal Ort eines Fortunaspiels.
Begonnen hat die Spielzeit nach diversen Freundschaftsspielen mit dem Erstrundenmatch im DFB-Pokal, wo die Fortuna zum ersten Male seit 7 Jahren vertreten war. Der Gegner war der Hamburger SV, der sich an diesem
phänomenalen Montagabend in Düsseldorf vorstellte. Eigentlich ein Gegner, der einige Nummern zu gross erschien. Am Ende stand die Erkenntnis, das man zwar ausgeschieden war, aber die Fortuna bei entsprechender
Fanunterstüzung in der Lage war auch gegen schier übermächtige Gegner mitzuhalten. Über 30.000 Zuschauer im Stadion und sehr viele vor dem Fernseher, sahen einen grossen Kampf der Fortunen, der erst im
Elfmeterschiessen verloren ging. Davor drehte die Fortuna einen 0:1-Rückstand in ein 2:1 und sie erzielte in der 120. Minute durch Lumpi den 3:3-Ausgleich. Am Ende war mann u.U. traurig, das es nicht ganz gereicht
hat, allerdings waren die Fans mächtig stolz auf das Team mit den neuen Spielern.
Die neuen waren Fink, Weber, Bulikyn, Bamba Anderson, Zoundi und später noch Oehrl und Harnik. Der Letztere und Bamba waren die mit Abstand gelungensten Neuverpflichtungen der letzten Jahre. Während Harnik (aus
Liga 3 aus Bremen kommend) viele Tore schoss und ein kämpferisches Vorbild war, konnte Bamba nicht nur die Herzen der Fans erobern sondern auch in der Abwehr glänzen. Noch nie hatte die Fortuna einen derart grazilen
Abwehrspieler gehabt, der so souverän hinten den Laden dicht machte. Leider konnte die Fortuna nach den glänzenden Leistungen der beiden im Poker um einen neuen Vertrag nicht mithalten. Aber beide wurden am letzten
Spieltag von den Fans mit grossem Respekt zu ihren neuen Vereinen verabschiedet.
Die anderen neuen Spieler spielten eine solide und gute Saison. Nur Bulikyn fiel aufgrund seiner Verletzungsgeschichte ein wenig ab. Er erzielte leider nur ein Tor beim 4:1 in Ahlen (nein, nicht Aalen).
So startete die Fortuna mit gesundem Selbstvertrauen in das Abenteuer Liga 2. Die ersten beiden Gegner waren 2 alte Bekannte aus dem Vorjahr. Zuerst kam Paderborn nach Düsseldorf, danach ging es zu Union Berlin.
Erst gab es ein 3:0, danach eine unglückliche Niederlage bei den Rostigen aus Ostberlin. Da die Mannschaft aber von Beginn an eine Heimstärke an den Tag legte, an die sich selbst die Älteren nicht erinnern können,
stand die Fortuna eigentlich niemals im Tabellenkeller. Nach einem weiteren Heimsieg gegen Koblenz und einem 0:3 in Duisburg stand man zumindestens im Mittelfeld der Tabelle. Danach gab es 2 Remis zu Hause, dafür
gelang der erste Auswärtssieg. Vor der Saison hätte man dieses Spiel in Ahlen als Knackpunkt bei einem Mitabstiegskanditanen angesehen. An diesem Spieltag zeigte das Team bereits nach 17 Sekunden, das es gewillt war
auch Auswärts zu gewinnen und ein wegweisendes Spiel an sich zu reissen. Am Ende stand ein 4:1 auf der Anzeigetafel und die ersten Auswärtspunkte waren gesichert. Es folgte eine starke Serie von Spielen, bei denen
die Fortuna bis zum 16. Spieltag nur noch 2x verlor. Einmal mit viel Pech und Naivität beim FC St. Pauli, einmal betrogen und verarsc*t beim 1:2 in Fürth. Hier gab es massenhaft Fehlentscheidungen zu Gunsten der
Fürther, bei denen Trainer Möllmann in der Pressekonferenz noch meinte, der Sieg wäre verdient gewesen. Ich würde gerne wissen welches Pulver er nimmt, den es scheint einen Menschen komplett dazu zu verleiten nur
Quatsch zu erzählen und die Welt nicht mehr reslistisch warzunehmen. Ein kleiner Wicht an der Seite und ein Schiedsrichter, den ich im Leben nicht mehr bei einem Fortunaspiel sehen will, kosteten der Fortuna 3
Punkte. Entsprechend sauer fuhren wir nach diesem Spiel wieder nach Hause. Grossartig in dieser Beziehung der DFB, der erst ein Fass aufmacht bezüglich eines grossen Wettskandals. Dann aber wie unsere Politiker
diesen Skandal unter den Tisch kehrt. Nicht ohne vorher ein paar Spieler der Öffentlichkeit preis zu geben und einem Spiessrutenlauf auszusetzen. Später hat man nichts mehr davon gehört. Zwar stand dieses Spiel
unter Betrugsverdacht, aber die Altherrenriege aus Frankfurt am Main lies diesbezüglich nichts mehr von sich hören. Ich freue mich aber jetzt schon auf das nächste Spiel in Fürth, wo man bis heute nicht wahrhaben
will, das man an diesem Tag reichlich beschenkt wurde.
Die positive Krönung der Hinrunde war dann der sensationelle Sieg auf dem Betzenberg, wo Ranisav Jovanovic zweimal traf und einen ungefährdeten Sieg beim späteren Aufsteiger klarmachte. Übrigens gelang es dem
Zweitlligameister in beiden Spielen nicht ein Tor gegen die Fortuna zu erzielen. Nach ein paar weiteren Heimsiegen und dem ein oder anderen Auswärtspunkt gab es zum Jahres- und Hinrundenabschluss das Schneespiel von
Rostock. Leider hatten die Gastgeber wohl die Stromrechnung nicht bezahlt und so musste unser technisch versiertes Team auf einem glatten Schneeboden antreten. Alle schlechten Wünsche für diese grandiose
Fehlleistung endeten am Ende im Abstieg der Hanseaten in Liga 3. Nun ja, unglücklich bin ich jetzt gerade nicht darüber. Zumal sich die Fans der Rostocker am allerletzten Spieltag in Düsseldorf vom ihrer
schlechtesten Seite zeigten. Dazu später mehr. So war es Platz 4 nach der Hinrunde mit engem Kontakt zu den Aufstiegsplätzen.
In der Rückrunde konnte die Mannschaft ihre Heimstärke beibehalten, nur auswärts wollte nicht recht was gelingen. Holte man in Paderborn noc einen Punkt, so verlor man bei den Niederlagen in Koblenz und Frankfurt
den Kontakt zu den 2 direkten Aufstiegsplätzen. Dazu noch das 0:2 beim neureicehn FC Augsburg, der bei kaltem Winterwetter Gastgeber der Fortuna war. Dazwichen lag aber das 1:0 im Derby bei den Printen aus Aachen.
Letztlich reichte es aber nicht zum ganz grossen Wurf, obwohl die Mannschaft, die lange Zeit einen kräftezerrenden Spielaufwand betrieb, ab dem 23. Spieltag nur noch 2 x verlor. Es waren das ein oder andere Remis,
welches die entscheidenden Punkte kostete. Aber seltsamerweise ist man nicht traurig gewesen, weil wohl jeder vernünftig denkende Fortunafan wusste, das diese Spielzeit einfach nur toll war und in dieser Form auch
nicht zu erwarten war. So dauerte es bis zum 33. Spieltag, bis auch theoretisch nichts mehr möglich war. Beim 1:0 in Oberhausen war der Traum ausgeträumt. Aber ein wenig tröstlich ist es doch, das der Dritte, der
Puppenspielerverein aus Augsburg auch nächste Saison unser Gegener sein wird. Den der FCA scheiterte in der Relegation gegen den 1.FC Nürnberg.
Versöhnlich ging dann am 34. Spieltag die Saison zu Ende, gestört nur durch die Gestörtne aus Rostock, die meinten in der Espritarena Narrenfreiheit zu besitzen. Ein paar Böller und viel Pyro und schon war der
Skandal perfekt. Seltsamerweise fanden das 80 % der anwesenden Düsseldorfer Fans Scheis*e, während von einigen anwesenden Möchtegern-Fortunafans keine grosse Kritik an dem Feuerwerk kam. Traurig, aber unbelehrbar.
Wenn einem “Fans” ins Gesicht sagen, das die Strafen, die die Fortuna zahlen muß egal sind und man selbst dann wenn man den Täter kennen würde, diesen nicht verpfeifen würde, dann weiss man, das auch wir
ein Problem mit einigen Fans haben, auch wenn es kleiner ist.
So endete die offizielle Saison auf Platz 4, weit weg von Platz 5 was die Punkte betrifft. Nach oben verabschiedeten sich Kaiserslautern und der FC St. Pauli. Nach unten verliessen Ahlen, Koblenz und eben die
Pyromanen aus Rostock die 2. Liga. In Dresden, Jena und Erfurt wird man sich schon jetzt freuen.
Für die Fortunaspieler (und einige Fans) gab es dann zum Ende noch eine kleine Reise durch Deutschland mit 8 Freundschaftsspielen. Nach dieser grandiosen Saison war das ein schöner Ausklang, der die Vorfreude auf
die Spielzeit 2010/11 gesteigert hat. Auch wenn ich froh bin nun ein paar Wochenenden mal zu Hause zu verbringen.
Ein Dank an meine Kinder, die mich tapfer zu fast allen Spielen begleitet haben. An die Spieler, die den Verein verlassen, aber in der Vergangenheit Tolles vollbracht haben. Hier seien exemplarisch Lawaree, Bamba
Anderson und Harnik genannt. Und auch ein Deniz Kadah, der erst mit seinem Tor damals in Aalen den Aufstieg möglich gemacht hat. Keinen Dank an die, die der Fortuna zum wiederholten Male Geld gekostet haben und auch
noch stolz drauf sind.
Auf in die Sommerpause zur Erholung und mit Vorfreude auf das was nun kommt (z.B. neue Spieler) wünscht allen die Fortunafamily eine schöne Zeit bis zum Saisonstart.
PS: Schreibfehler können vorkommen, werde sie bei Gelegenheit korrigieren.
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