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0:1 bei widrigen Wetterbedingungen !
TUS Koblenz - Fortuna 95 1:0 (0:0)
Stadion Oberwerth
Zuschauer: 8.309
Tore:
1:0 Mavric 71.
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Nach langer Zeit ging es mal wieder zu einem Auswärtsspiel zu einem Verein, wo ich noch kein Spiel der Fortuna gesehen habe. Nun kommt das selten vor und so war ich sehr gespannt, zumal ich vor geraumer Zeit
einmal bei einem Freundschaftsspiel der Fortuna gegen die TUS Koblenz war, welches damals aber ein paar Kilometer weit südlich auf einem Sportplatz in Nörtershausen (2004) stattfand.
Am Spieltag heute waren aber noch die Unwägbarkeiten des Winters 2010 zu spüren. So wollte ich mit meinem neuen Auto fahren, war aber in Anbetracht der Wetterkapriolen dankbar, das Frank sein Auto wie schon in
Paderborn zur Verfügung stellte. Mittags sollte es losgehen, da der Wetterbericht einiges an schlechten Nachrichten präsentiert hatte. Aber schon die Fahrt aus Mettmann Richtung Solingen war abenteuerlich. Da meine
beiden jungen Mitfahrer dank eines hartnäckigen Magen-Darm-Virus ausser Gefecht gesetzt wurden, fuhren wir zu Dritt in Richtung Rheinland-Pfalz. Zwischenzeitlich wurden die Fahrbedingungen besser, um dann
rechtzeitig bei Koblenz wieder schlecht zu werden. Leider konnten wir uns vom schönen Teil dieser Stadt nichts anschauen, wir sahen nur ein Straßengewirr ehe wir unser Auto am P5 abstellten. Dies bedeutet in Koblenz
aber die Fahrt mit einem Pendelbus zum Stadion. Dort sassen wir gemeinsam mit Koblenzer Fans, die uns auch freundschaftlich empfingen. Um so überraschter war in später, das man im Stadion später strikt auf die
Trennung der Fans achtete. So musste man sich halt vor dem Betreten der Tribüne neutral halten, um dann im Stadion wieder die rotweissen Sachen rauszuholen.
Zum Stadion ist zu sagen, das man sich hier in einem Kleinod altdeutscher Stadionbaukunst befindet. Die Gegentribüne besteht aus einem Gerüstbau in ordentlicher Bauweise, eine Kurve ist gänzlich unüberdacht,
unsinnigerweise aus Sicht der Heimfans die Fankurve der Koblenzer und eine Kurve überdacht, freundlicherweise für die Gäste.
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Dazu gibt es noch eine Haupttribüne aus den 20er Jahren, an der man sich bis heute wohl nicht entscheiden konnte, einen Ausbau zu starten. So wirkt es zwar wie früher üblich, aber den Charme eines Profistadions
konnte dieses Bauwerk nicht erwecken. Zumal heute das Wetter seinen Teil dazu getan hat, das man sich eine Arena gewünscht hätte, in der es nicht so saukalt ist, es so zieht wie Hechtsuppe und man auch alles
gut sehen kann. Es regnete in Strömen. Und da das Umfeld des Stadions vermutlich noch nie so etwas wie befestigte Gehwege gesehen hat stampfte man vor und nach dem Spiel durch Zentimeter dicken Morast.
Gruselig, wenn man im Dunkeln nicht weiß, wo man gerade reintritt. Aber nachdem wir unseren Platz in der obersten reihe des Gerüstbaus erreicht hatten waren wir vorerst zufrieden.
Die negativen Aspekte dieser Reise kann man mit 2 Punkten beschreiben. Der Zustand des Stadions ist eine Zumutung und die Preise eine Frechheit. € 27,-- für einen solchen Katastrohenplatz sind vielleicht
gerade noch akzeptabel für einen Erwachsenen. Aber das Kinder mit € 25,-- gerade mal € 2,-- weniger zahlen sollten ist nicht zu überbieten.
Das geht nicht und das würde ich mir bei einem weiteren Spiel schwer überlegen. Hier wird bei hohen Preisen nicht ansatzweise eine Gegenleistung geboten. (Wer es nötig hat ;-) )
Andererseits wurden wir in Koblenz sehr, sehr freundlich auch als Fortunafans begrüßt. Nicht nur im Stadion, so auch in der benachbarten Halle Oberwerth. Es gab keine Boshaftigkeiten und keine Frotzeleien. Das war
angenehm und wäre für die Damen und Herren in den östlichen Bundesländern sicher etwas, wo sie Fairness und Anstand noch lernen könnten.
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Zum Spiel:
Auf schlechtem Rasen und bei schlechten Bedingungen kommt unsere Mannschaft nicht ins Rollen. Auch heute spielte man nicht unterirdisch, aber es gelang auch nicht dem in der Tabelle wesentlich schlechter stehen
Gegner das gewohnte Spiel der Fortuna aufzuzwingen. Die erste Hälfte war bei sehr schlechten Wetterbedingungen eine Partie zwischen Not und Elend. Den Koblenzer konnte man zugute halten, das sie etwas mehr
Kampfkraft in die Waagschale schmissen. Großchancen hatten aber beiden Mannschaften nicht und so ging es vor den frierenden Zuschauern mit einem 0:0 in die Pause. Nach dem Wechsel passierte auch nicht viel, so daß
man eigentlich nur noch auf den Schlusspfiff des Schiedsrichters wartete, der mit seinen konfusen Entscheidungen seiner beiden Linienrichter, gelegentlich zu Erheiterung bzw. zum Entsetzen beider Fanlager beitrug.
Nur ein Pfiff hatte Folgen. Und zwar der zur Ecke für Koblenz in der 71. Minute. Nach einem Anfängerfehler von van den Bergh kam es darauf hin zu einem Eckstoss, in dessen Folge das 1:0 aus dem Nichts für den
Gastgeber fiel.
Einmal liess man einen Koblenzer alleine stehen und schon köpfte dieser das überraschende 1:0. Und das reichte an diesem Abend, da die Fortuna bis auf die Ausgleichschance für Harnik auch nicht ansatzweise an ihre
Form der Vorwochen anknüpfen konnte.
Mit diesem 0:1 geht die Welt nicht unter, aber da die nächsten beiden Spiele schwer werden (daheim gegen den MSV Duisburg und dann zum FC Augsburg), hätten die 3 Punkte sehr gut getan.
Aber im Hinblick auf das bisher geleistete bleibt nur ein wenig Traurigkeit, aber keine Wut.
Nach ca. 2 Stunden kam ich dank Frank wieder zu Hause an. Nun geht es mit Vorfreude zum Heimspiel gegen die Zebras aus Duisburg.
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