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Immer wieder Union Berlin .....
Union Berlin - Fortuna 95 1:0 (0:0)
Alte Försterei
Zuschauer: 12.344
Tore:
1:0 Sahin 76
Wieder war es Union Berlin, ....
welches uns nach Monaten der Erfolge eine Niederlage beibrachte. Und wieder mit dem Standardergebnis von 1:0. Und wieder traf (bald schon ein Kalauer) ein Ex-Spieler der Fortuna, diesmal war es Kenan Sahin, der
mit einem abgefälschten Glücksschuss die Fortuna besiegte. Schade, den eigentlich hatte man sich schon ein wenig mit einem torlosen Remis abgefunden. Bei sehr warmen Temperaturen war es kein Fussballschmankerl,
was die Zuschauer in dem wirklich schmucken Stadion zu sehen bekamen. In Halbzeit 1 waren es die Berliner, die mehr Schwung in das Spiel brachten und so nicht nur optisch ein Übergewicht bekamen. Die Fortuna hielt
aber mit einer ordentlichen Abwehrleistung sehr gut dagegen. So waren dann auch grosse Torchancen in der ersten Hälfte Mangelware. Nach der Pause kamen die Berliner dann wieder mit etwas mehr Elan aufs Spielfeld.
Aber im Laufe des Spiels bekam unser Team immer mehr Spielanteile und war auf dem besten Weg den Punkt, bei mehr Willen auch deren 3, einzusammeln. So kam es in der besagten 76. Minute dazu, das der frisch
eingewechselte Sahin mit seinem Glückstreffer das Spiel entschied. Bei sommerlichen Temperaturen und der Schwächung durch die frühe Auswechslung von Spielmacher Christ in der 55. Minute konnte das Team den Hebel
nicht mehr umstellen.
Als Fazit bleibt, das die Fortuna heute Tribut gezollt hat. Was gegen den HSV mit unbändigem Kampfwillen und gegen den SC Paderborn mit gnadenloser Effektivität und auch Glück geklappt hat, ist heute bei den
heimstarken Berliner daneben gegangen. Positiv möchte ich aus meiner Sicht die Leistung von Fink, Anderson und van den Bergh hervorheben. Einige Spieler brachten eine “normale” Leistung, die bei diesem
Spiel eben nicht gereicht hat. Der Sturm, wenn er denn überhaupt anwesend war, fehlt zwar nicht der Wille, aber bisher jegliche Bindung zum Spiel. Das muß definitiv besser werden. Alles Gute wünschen wir Marco
Christ, wir hoffen seine Verletzung ist nicht so schwerwiegend, wie es im Stadion aussah.
Ansonsten war es der erwartet schöne Trip nach Berlin, angefangen um 5.31 am Solinger Hauptbahnhof. Eine entspannte Fahrt mit dem ICE nach Berlin, ehe wir vor dem Spiel ein paar Sehenswürdigkeiten anschauten.
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Hier wird also die Regierungsarbeit unserer Volksvertreter vollzogen. Als Hauptstadt des Lands hat sich Berlin an vielen Ecken gemausert. Altes wurde renoviert, im Westen wie im Osten. Sogar die
Kanzler-U-Bahnlinie U55 wurde gerade vor einer Woche eröffnet und den Menschen in Berlin zur Verfügung gestellt. In Zeiten des chronischen Geldmangels stellen die Baukosten i.H.v. 320 Millionen Euro kein Problem
dar. Das ist die Kehrseite, das mit Berlin eine historische Stadt, die sicher die Aufgabe hat zu repräsentieren, eigentlich ein Fass ohne Boden entstanden ist. Aber wir können uns trösten. Die mit 1,8 Km kürzeste
U-Bahn der Welt wird bis 2017 für lächerliche 400 Millionen bis zum Alexanderplatz ausgebaut.
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Nun mußten wir uns aber langsam abr sicher in Richtung Stadion aufmachen. Nachdem wir kurz vorher noch vergebens die Reste des Stadions der Weltjugend gesucht hatten machten wir uns in den Ostteil der Stadt auf,
wo wir dann am Checkpoint Charlie auch entsprechend gewarnt wurden.
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Ist meine Einstellung gegenüber den Menschen im Osten durchaus positiv, so ist sie überwiegend gegenüber den Fans ostdeutscher Fussballvereine gespalten. Gibt es die vernünftigen Zeitgenossen, so nervt doch die
Vielzahl von dümmlichen Kommentaren, die man selbst in den “besten” Zeiten nicht auf Schalke oder in Köln oder Ostholland gehört hat. Vor dem Spiel in der S-Bahn (Wix*r, Düsseldorfer Arschl**her und
Ähnliches) und auf dem Fussweg zum Stadion gehört. Großes Kino, wenn sich ein paar Jünglinge in einer Gruppe von 10 Leuten Derartiges trauen, wenn sie auf einen Erwachsenen mit 2 Kindern in Fortunakluft treffen.
Wenn ich mich von den noch vorhandenen Vorurteilen trennen will, läßt mir das allerdings keinen großen Spielraum. Aber da man schon Einiges gewohnt ist, hat uns das auf dem Weg zum Stadion nichts weiter ausgemacht.
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Am Stadion angekommen waren wir ob des wirklich gelungenen Umbaus der Alten Försterei positiv angetan. Mit viel Schweiss und Liebe zum Verein haben die Anhänger der Union beim Umbau Ganzes geleistet. Wo früher
unüberdachte Stehplätze waren, ist nun ein kleiner aber feiner Hexenkessel entstanden. Den Wünschen der Fans entsprechend und den Anforderungen des Vereins genügend.
Allerdings bekam man beim Betreten des Gästeblocks das Gefühl, das man mit seinem Eintrittsgeld einen erweiterten Solidaritätszuschlag Ost gezahlt hat. Für einen Sitzplatzblock mit Netz davor hinter dem Tor Euro
23,-- zu nehmen ist schon frech, Kindern aufgrund des Vorverkaufs ebenfalls denselben Betrag abzuknöpfen ist aber schon gewaltig. Aber so ist das mit den Kultvereinen, nach außen traditionell, hinterrücks aber Gäste
übelst abzocken. So wurde mein positiver Gesamteindruck arg geschmälert, zumal die Sitzplätze für Heimfans günstiger sind. Nun ja, wer es nötig hat.
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Zum Spiel habe ich ja bereits meinen Kommentar abgegeben. Nach dem Spiel wanderten wir leicht geknickt wieder aus dem Stadion, nicht ohne mit dem ein oder anderen Fortunen eine kurze Spielanalyse zu tätigen. Aber
dann ging es wieder in die Innenstadt von Berlin, nicht ohne vorher im ehemaligen Land der “Allee der Kosmonauten”, der “Straßen des fleissigen Arbeiters” noch mit Kommentaren vollgetextet zu
werden. Weitere Union-Fans meinten uns auf dem Weg zur Bahn beleidigen zu müßen. Da wir aber wortlos weitergingen wurden die Kommentare nur noch übler. Und am Bahnsteig Köpenick und spätestens in der Bahn kamen
seitens einiger Unionfans teilweise übelste Beleidigungen. Aber wenn man mit 50 eigenen Fans 3 Gästefans gegenübersteht zeigt sich die Überlegenheit der ehemaligen Zonis. Da kann man sich profilieren und einen
auf große Schnauze machen. Wir konnten uns leider in den 20 min. Bahnfahrt der Situation nicht entziehen. So waren wir froh, wieder unionfreies Territorium zu erreichen und sahen uns noch einige Berliner
Sehenswürdigkeiten an. Immer im Hinterkopf, das wir eine unglückliche 0:1-Niederlage im Gepäck hatten.
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Kritischer zur DDR-Historie als einige der verstrahlten Unionfans sehen es die Betreiber des DDR-Museums, gelegen an der Spree, direkt hinter dem Berliner Dom. Aber im Land der stolzen Kosmonauten, der
DDR-Nostalgieschwelger, der aber westautofahrenden Ibiza- und Mallorcaurlauber mit Fussballliebe scheinen alte Denkweisen noch vorzuherrschen. Hier noch ein Prachtbau sozialistischer Bauart. Vorwärts immer,
Rückwärts nimmer, gelle ?
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Nach weiteren 5 Stunden des Laufens durch Berlin nahmen wir dann gegen 20 Uhr unseren Zug zurück nach Solingen. Um 2 Uhr waren wir dann wieder zu Hause. Am Freitag gehts dann gegen den TUS Koblenz um die nächsten
Punkte.
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Da mir die Probleme bei Spielen in ostdeutschen Gefilden bekannt sind, überrascht einen ja kaum noch was. Aber Sprengmittelsuchhunde ? Wird nächstes mal mit dem Geigerzähler kontrolliert, ob man einen Uranstab mit
ins Stadion schmuggelt ? Bitte liebe Ordnungsdienste und Polizeistaffeln: Nur weil man im Osten ein Fussballspiel sehen möchte, ist man als Westdeutscher kein Freiwild. Kümmert euch um eure Fussballfans vor Ort, die
haben das viel, viel nötiger.
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