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Kopie von jetzaber-2

FC Ingolstadt 04 - Fortuna 1:1 (1:1)

Ingolstadt: Özcan - Görlitz, Biliskov, Gunesch, Andreas Schäfer - Ikeng (88. Leo Haas), Matip - Leitl (88. Bambara), Buchner (82. Akaichi) - Nemec, Florian Heller

Trainer: Oral

Fortuna 95: Ratajczak - Levels, Lukimya-Mulongoti, Langeneke, van den Bergh (90.+1 Juanan) - Bodzek, Lambertz - Beister (80. Matuschyk), Oliver Fink - Bröker, Rösler (75. Ranisav Jovanovic) Trainer: Meier

Schiedsrichter: Tobias Christ (Münchweiler)

Tore: 1:0 Ikeng (24.), 1:1 Langeneke (30., Foulelfmeter)

Zuschauer: 6585

Gelb-Rote Karte: Lambertz wegen unsportlichen Verhaltens (67.)

Gelbe Karten: Leitl (7), Ikeng (3) - Bodzek (9), Rösler (8)

 

Ein Remis bei sibirischen Temperaturen.

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Ein strahlend blauer Himmel erwartete uns in Ingolstadt, der Stadt aus dem der Audi kommt. Und da der zu VW gehörende Konzern ja Vorbilder hat, was das Sportsponsoring bestrifft, versucht man nun mit aller Gewalt einen weiteren Retortentraditionsverein nach oben zu befördern.

Nun fällt in dieser beschaulichen Stadt auf, das der Fussball irgendwie nicht dazugehört, obwohl AUDI sich wohl sehr bemüht dem Kunstprodukt ein Image zu verschaffen. So nennt man das kleine Stadion AUDI-Sportpark, was alleine nicht sehr verwerflich ist. Was sich sonst im kleinen Stadion an der Peripherie dieser Stadt aber abspielt spottet jeder Beschreibung. Positiv zu bemerken ist noch die Freundlichkeit, mit der der Stadionsprecher die Fortuna samt Fans begrüsste. Aber ansonsten kam alles, was dem Fan, der das Kommerzgehampel ablehnt, den Magen umdreht. Vom “Ingolstadt 1, Fortuna 0, danke, bitte - Mist” über das Kuschel- oder Kuss-TV und allerlei dummen Geschwafel bis hin zu den Fans, die vermutlich nur unter Androhung des Arbeitsplatzverlustes raus aus ihrer guten Stube ins Stadion gezwungen werden. Knapp 5.000 mussten so am heutigen Tage dran glauben, der Rest kam freiwillig aus Düsseldorf.

So startete unsere Reise um 6.27 Uhr in Solingen und ging mit diversen ICE über Frankfurt-Fernbahnhof, Frankfurt-Hauptbahnhof und Würzburg nach Ingolstadt. Hier waren wir vor gut 18 Monaten bereits einmal, nur blieb uns damals nach der 0:3-Klatsche kein Grund zum feiern in dieser an sich schönen Stadt.

Diesmal hatten wir auch vor dem Spiel nicht soviel Zeit und die Lust sich bei frostigen Temperaturen unnötig draussen aufzuhalten war auch nicht so gross. So begaben wir uns mit dem angeblichen Sonderbus vom Bahnhof in die Innenstadt, dort wartete ein mehr als überfüllter Bus auf die Fans, die dann in Massentierhaltung ähnlicher Art und Weise rausgekarrt wurden. Auch dabei ein paar Vollasis der Fortunafangemeinde, die Biergläser an den Haltestellen aus dem Bus warfen und sich auch sonst gepflegt daneben benahmen.

Am Stadion besorgten wir zuerst die Programme und ein Plakat vom Spiel, ehe wir es uns auf der Gegentribüne gemütlich machten.

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Hier sassen wir wie erwartet unter überwiegend dem Heimverein zugeneigten Fans, so auch 2 älteren Herren, die uns erst freundlich in ein Gespräch verwickelten, später aber nur noch Hasstiraden gegen alles aus Düsseldorf losliessen. Und der freundliche Mittfünfziger, der den Spieler des FC Ingolstadt mit der Nr. 13 (Ikeng) netterweise mit Neger und Schwarzer Sau titulierte war die absolute Krönung bayrischer Integrationswilligkeit. Ein bisschen Rassismus gehört wohl zum guten Ton in diesem Verein. Den der Herr hatte eine offizielle Jacke des FCI an. So weit, so schlecht.

Bei echten - 16 Grad, gefühlt aber noch kälter ging es dann um 13 Uhr los. Und bereits nach knapp 20 Sekunden wurde Rösler rüde gefoult. Der Schiedsrichter beliess es noch nicht einmal bei einer Ermahnung. Nur die Fortunen holten sich danach die Gelben Karten direkt ab, was im Falle von Lumpi Lambertz, auch bedingt durch die sensationelle Schauspielkunst von Ikeng, später zum Platzverweis führte.

Vorher aber ging der FCI nach einem Freistoss und einem Kopfball mit 1:0 in Führung. Unterstützt dadurch, das er ungehindert zum Kopfball kam und gefördert durch den Fehler von Ratajczak, den den nicht allzu plazierten Kopfball durchrutschen liess. Befürchtungen vom damaligen 0:3 kamen bei mir auf. Aber diesmal dauerte es nicht allzu lange, bis der Ausgleich fiel. Es gab Elfmeter, nachdem Fink von Biliskov gefoult wurde. Und Langeneke verwandelte wie immer sicher. Nun stand es 1:1 und die Fortuna bekam das Spiel etwas besser in den Griff.

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Hansis Fahne konnte ich diesmal nicht knipsen, da sie zwar fernsehgerecht hing, aber von meiner Position aus nicht zu fotografieren war.

Halbzeit 2 begann dann mit einer verwandelt wirkenden Fortuna. Nun besann sich das Team auf seine Stärken, obwohl das Geläuf für den technisch versierten Fussballer eher von Nachteil war. Und nach dem besten Angriff des Spiels hatte Beister die groooooße Chance zum 1:2, aber er verzog den Ball freistehend über das Tor. Insgesamt hatte die Fortuna nun das Spiel im Griff. Bis zu dem Moment, wo sich Lumpi Lambertz nach einem Gezerre mit Ikeng die 2. gelbe Karte abholte. und die Fortuna in Unterzahl war. Nun versuchte die Heimmannschaft wieder auf Sieg zu spielen. Nur Jovanovic bekam dann seine grosse Chance, die aber vom Ingolstädter Torhüter vereitelt wurde. Am Ende waren wir froh über den Punkt, da Fürth und St. Pauli verloren und das wir wieder in wärmere Gefilde kommen sollten. Mit dem diesmal leeren Bus ging es zurück in die Innenstadt und dann zum Bahnhof, wo um 17.32 Uhr pünktlich der ICE in Richtung Köln kam. Um 21.42 Uhr kamen wir leicht angefroren wieder zu Hause an.

Was bleibt ist die Erfahrung gemacht zu haben, wohin gewolltes Sponsoring bei einem Verein führt. Lächerlich der Versuch Tradition zu erwerben. Ganz auffällig hängt bei den Spielen der Ingos immer die folgende Fahne:

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Die hing auch bei den 17 Ingolstädter Fans, die beim Hinspiel dabei waren. Vermutlich gesponsert und bezahlt von AUDI, damit überhaupt einer den Weg ins Rheinland macht. Armselig a la Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, 1899 Hoppenheim. Aber auch nicht besser als beim Turn- und Scheichverein 1860 München, unserem nächsten Gegner auswärts.

Und als Sahnehäubchen sahen wir die Kindergartenhooltruppe der Ingos noch am Rathausplatz, wo geschätzte 20 Männekens pöbelnd hinter 2 Fortunafans her waren. Altersschnitt um die 16. Traurig, das geld doch die Welt regiert und Audi versuchen wird ihr Experiment nach oben zu puschen, wie es in Leipzig vom Brausehersteller auch mit aller Gewalt versucht wird. In Ingolstadt geht es aber noch leiser und unbemerkt von den Einheimischen vonstatten.

Nun noch ein paar Bilder:

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Passend zum Topspiel am 13.02.2012 kamen am Sonntag noch ein paar passende Worte aus Frankfurt. Der dortige Trainer Veh wünscht sich einen Schiedsrichter der gut ist. Meint er etwa wieder einen, wie aus dem Spiel der Fortuna in Frankfurt ? Wo die Fortuna um einen Elfmeter betrogen wurde und der liebe Herr auch sonst die Frankfurter Brille aufhatte ? Lieber Herr Veh, danke für die Motivation Ihnen mal das *aul zu stopfen, was der Fortuna hoffentlich gelingt.