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Hier geht es weiter mit den Tagen 4-6. Vor dem Ausflug nach Gibraltar stand aber noch ein ausgiebiges Frühstück und ein Verweilen am Strand auf dem Programm. Gegen Mittag sammelten wir uns dann auf der Terrasse
des Hotels um in Richtung Gibraltar aufzubrechen. Vorher aber wollte Mickey noch etwas zu essen bestellen. Seine Augen wurden groß, als er auf der Speisekarte unter Suppen und Ähnlichem ein Cazpacho entdeckte und in
seiner Freude auch umgehend beim Kellner bestellte. Seine gute Laune verschwand aber, als der Ober eine Schale Etwas brachte, anstatt das bestellte und versprochene dünne Stück Rinderfleisch. Was kam war eine
Mischung aus Tomaten, Brot, Paprika, Zwiebeln, Gurken, Knoblauch, Oliven, Essig, Salz und Wasser. Und das Ganze auch noch kalt. Umgehend wurde die Speisekarte beäugt und es fiel auf das Cazpacho nur so ähnlich
klingt wie Carpaccio, aber ganz ganz anders schmeckt. Nun hatte er die Lacher auf seiner Seite und ein Hamburger wurde umgehend zum Stillen des Hungers bestellt. Danach ging es dann endlich im Cabrio an der Küste
Andalusiens entlang nach Grossbritannien auf spanischem Gebiet.
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Nun ist Gibraltar vermutlich das einige Land, welches man nur über die Landebahn eines Flughafens erreichen kann. Ansonsten erinnert es im ersten Moment an Monaco, nur nicht ganz so mondän. Allerdings mit dem
grossen Vorteil, das es britisches Hoheitsgebiet ist. Und so kann man all die schönen Sachen kaufen, die es sonst nur in Grossbritannien gibt. Hier habe ich dann auch die vielen Sachen gekauft, die meine
Daheimgebliebenen erfreut haben. Und als Wechselgeld gab es Pfundmünzen, die speziell für Gibraltar gepresst werden. Nun war unser erstes Ziel allerdings der Affenberg, für den Gibraltar weltbekannt ist. Und den
Europa Point, die Südspitze dieses kleinen Landes mit Blick auf Afrika.
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Nun ging es also über ein Einbahnstrassengewirr rauf und runter am Affenberg. Zuerst sah man die Namensgeber nicht, erst beim 3. Versuch sahen wir erstmalig die kleinen Racker, die an den mauern und Klippen ihr
Dasein fristen. Da das füttern verboten ist (solange die Wärter da sind), machten wir uns weiter auf den Weg, den Berg zu erkunden. Das ganze mit Spaß im offenen Cabriolet. So sahen wir auf dem Gipfel die
Schießstände der Briten, eine wunderschöne Höhle, die zu einer Kapelle gemacht wurde für die dort kämpfenden Soldaten und einen Höhlengang, in dem die Briten Kanonen auf die angreifenden Spanier stehen hatten. Die
Briten mussten sich zeitlebens in beide Richtungen verteidigen. Als dem Empire dieses Stück Land zugesprochen wurde (Verhandlungen von Utrecht im 18. Jahrhundert) kamen selbstverständlich Wünsche seitens der
ehemaligen Eigentümer auf. Aber so ist bis heute dieser Teil Spaniens eine britischer geblieben.
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Nach gut 3 Stunden Besichtigungen am Affenberg stellten wir fest, das die Wärter alle abgezogen waren und nun die Fütterung (die sonst unter Strafe steht), möglich ist. Gesagt getan stellten wir uns zu ei igen
anderen Autos und die lustigen kleinen Äffchen jagten nun die Gegenstände in und an den Autos. Die Warnung, das Dach zu schliessen bekam später noch eine Bedeutung, als das im Auto liegende Baguette, eine
Kekspackung und die Taschentücher einen neuen Besitzer fanden. Speziell Micha hatte nun seinen Spass und bekam auch prompt Besuch von den Kleinen.
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Nachdem wir dann festgestellt haben, das es langsam Zeit wird, wieder Richtung Marbella zu düsen, kauften wir noch in Gibraltar typisch britische Lebensmittel ein, die besser sind als ihr Ruf. Für mich bedeutete
das, ein wenig Vorfreude auf den urlaub in Wales aufzubauen. So kaufte ich auch die von meinen Kindern geliebten Kekse mit Karamel und Schokolade. Das ganze dann auch doppelt. Von meinen beiden Packungen kam dann
allerdings nur eine in Deutschland an, da Hansi auch gefallen daran gefunden hatte. Nur knapp konnte ich am letzten tag verhindern, das auch diese Packung den Rückflug nicht angetreten hätte !
Und kurz nachdem wir Spanien wieder erreicht hatten, fielen unseren beiden Spezies, dem Micha und dem Mickey 2 chinesische Läden auf, in denen man den kompletten Nippes dieser Welt kaufen konnte. Die beiden Läden
bestanden vermutlich zu 95 % aus allem, was man aus Kunststoff herstellen kann. Vom Karnevalskostüm über allem Spielzeug, was keiner braucht. Das besondere Interesse aber bekamen in Laden 1 die LED-Leuchten und ein
Feuerzeug, welches rote und grüne Flammen werfen kann. Zumindestens, wenn Hansi daran glaubt. Allerdings war das eine der bekannte Stromschlag, damit Raucher zu Nichtrauchern werden. Und in Laden 2 gab es
Partypoppers. Ich Naivling wusste bis dato nicht was das ist, aber beim Einsatz beim 2. Spiel der Fortuna wurde es mir dann aufgezeigt.
Der Dienstag ( Tag 5) brach dann an. Nachdem ich wieder einmal ausgeschlafen hatte, zog es Hansi und mich zum Training. Hier lief auch alles sehr geschmeidig, bis ich Herrn Meier über den Weg lief. Da dieser
aufgrund einer Panne im Zusammenhang mit der anwesenden Presse sehr angefressen war, erlebte ich zum ersten Male im Erwachsenenalter, das es möglich ist in einem Dialog nahezu ohne Sprachanteil zu bleiben. Einwände
warum, wieso und weshalb konnte ich nicht anbringen und so bleib es bei einer Standpauke, die sich gewaschen hat. Nun tröstete ich mich damit, das keiner der Vorwürfe gerechtfertigt war, allerdings hat es mich
schon sehr befremdet, wie ein (Sport)-Lehrer mit anderen Menschen umgeht, ohne ihnen die Chance zur Verteidigung zu geben. Und ein weitere Trost ist, das mein vertrag bei der Fortuna lebenslänglich ist, seiner aber
nicht.
Allerdings kamen “Entschuldigunegn” von anderen Fortunaoffiziellen, für die ich mich bedanke, die aber eigentlich aus anderer Richtung hätten kommen müssen. Ich sehe in Herrn Meier allerdings
“nur” noch den Trainer, der Erfolg bringen soll. Und keinen Menschen der auch nur ansatzweise sympathisch ist.
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Nachdem ich mich wieder abgeregt hatte und ein paar Stunden im Hotel vergangen waren, ging es am Nachmittag wieder zum Trainingsgelände, wo die zweite Partie stattfinden sollte. Nur das der Gegner nicht Dnjpr
Dnjepropetowsk hiess und auch Dynamo Kiew wohl kein gesteigerten Wert darauf legte gegen die Fortuna anzutreten. So hiess der Gegner UD Marbella, ein Viertligist, verstärkt mit ein paar Spielern von Dynamo Kiew. Da
die Wettanbieter immer noch Kiew anzeigten, begannen unsere beiden Spezis auf einen Fortunasieg und mehr als 7 Tore zu wetten. Und es klappte zur Freude der Beiden, das sie auf diese Spieländerung hin ein wenig Geld
gewannen. Unabhängig davon hatten die Beiden während des gesamten Spiels einen Heidenspaß.
Dieses Muster ohne wert ging am Ende mit 5:2 für die Fortuna aus. Höhepunkte waren die Fortunatore, in negativer Weise der Schlag eines Spaniers in den Magen von Beister, der die Gemüter erhitzte. Ich habe das
leider nicht mitbekommen, da genau zu diesem Moment dieses Bild entstand.
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Meine Wenigkeit und Andrej Tschewchenko, der ehemalige Spieler von Chelsea London und vom AC Mailand, der wieder in seine Heimat zurückgegangen ist. Ein sehr freundlicher Mensch, der auch den Autogrammwunsch
erfüllte. Danach ging ich wieder zur Tribüne zurück.
Als besonderes Ereignis wäre da noch zu vermelden, das ich mich als bekennender Gegner von Geldstrafen für die Fortuna bezeichne, auch wenn sie durch schön anzusehendes Pyro entstehen. Zum ersten, einzigen und
letzten male habe ich zu Beginn ein Bengalo hochgehalten. Und das ganze wurde auf RP-Online bildlich festgehalten. Den Rest vom Schützenfest erledigten die mitgebrachten Partypoppers, die den Tribünenteil in
Konfetti und andere kleine Papierteilchen hüllte.
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Hansi war auch kräftig dabei, schaffte es aber Teile der Kleidung Anderer anzufackeln, was bedeutet, das hier noch Nachholbedarf bezüglich der Anwendung besteht. Von kontrolliertem Abbrennen konnte man hier also
nicht sprechen.
So endete nach diesem Spiel der fussballerische Teil unserer Reise. Abends sollte dann noch mal Puerto Benus auf dem Programm stehen. Ein Steakhaus sollte angefahren werden. Die erste Lösung in San Pedro hatte
zufällig Dienstags geschlossen . Es ist nicht überliefert, ob man sich uns als Gäste nur sparen wollte. Bevor wir aber das Restaurant in Puerto Benus betraten, zeigte sich meine Weltoffenheit in bezug auf die
Ansprache seitens Einheimischer. Ein kleinerer älterer Mann kam seitlich auf mich zu und plapperte irgendwas in seinen kleinen Bart. Offen wie ich bin fragte ich ihn, ob er auch englisch sprechen könne, was die
anderen 5 zum lachen brachte. Warum verstand ich erst, als mir mitgeteilt wurde, das der freundliche Spanier mit dem Wort K*kain ins Gespräch kommen wollte, was ich dann mit “Do you speak Englisch”
klassisch konterte. Da er wohl dann die Welt nicht verstand habe ich von ihm auch nichts mehr gehört und so gingen wir weiter. Das argentinische Restaurant hatte dann auch auf und so machten wir uns einen schönen
letzten Abend mit Steak für die anderen und Pute für mich.
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Und so stand dann am Mittwoch leider die Abreise auf dem Programm. Wir verbrachten den gesamten Tag noch in der Hotelanlage und am Strand. Aber die Zeichen deuteten immer mehr auf Abschied. So packte Aleks
Spengler die Fortunasachen (Trikots, Bälle etc.), damit der Lieferwagen sich auf den weiten Weg nach Düsseldorf machte. Wir packten unsere Koffer und so ging es gegen 16 Uhr in Richtung Flughafen Malaga, wo um 19.20
Uhr unser Flieger in Richtung Düsseldorf ging.
Fazit dieser Reise:
Es hat einen tierischen Spass gemacht. Ein Danke an Hansi für die Organisation der Flüge und der Unterbringung. ein Danke an Christoph Anutrof für das Sightseeing in Marbella-City. Danke an die Sauerländer für
viel Spass und viel zu lachen. Ein Danke an Mickey und Micha für Erlebnisse, die sonst mit der Familie eher nicht zu erwarten sind. Also eine rundum gelungene Tour, die bedeutet, das es auch ins nächste
Trainingslager gehen wird. Es waren unvergessliche Tage und ich hoffe, ein wenig davon hier rübergebracht zu haben.
Nun geht der Alltag in Bezug auf Arbeit , aber auch in Bezug auf die Jagd zu den wichtigen Punkten für das grosse Ziel los. Noch sind es 15 Spiele, beginnend in Ingolstadt. Und die Fortuna ist das gejagte Team.
Froh war ich allerdings, wieder bei Frau und Kindern zu sein.
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