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Das Jahr 2005 war eher ein Gutes. Erst die Rettung nach einer desolaten Hinrunde 2004/05, dann nach verkorkstem Start der Spurt auf Platz 8. Insgesamt macht sich die Statistik in den Ligaspielen 2005 wie
folgt aus:
36 Ligaspiele
Siege: 15 Unentschieden: 14 Niederlagen: 7 (Emdenspiel gem. DFB-Urteil berücksichtigt)
Punkte: 59 Tore: 52:39
Wären da nicht die ersten 4 Spiele dieser Saison mit 0 Punkten und 4:10 Toren und das 0:5 in Osnabrück gewesen, wäre die Jahresstatistik nahezu perfekt ausgefallen. Aber wir wollen zufrieden sein. Am vorletzten
Spieltag der Hinrunde der letzten Saison fast schon wieder abgestiegen fing sich die Mannschaft 2 Spieltage vor der Winterpause mit dem 2:0 gegen Münster und dem Sensationssieg beim späteren Aufsteiger in
Braunschweig. Mit ein paar Unentschieden am Anfang des Jahres wurde das Feld von hinten aufgerollt. Nur das 0:2 gegen Kiel bescherte uns noch eine Niederlage. Die unvergesslichen Siege in Berlin (Union) und vor
Allem das 1:0 beim Beinaheaufsteiger in Lübeck retteten unsere Mannschaft bereits 2 Spieltage vor Saisonabschluss. In der Sommerpause verliessen uns einige wichtige Spieler. Vor Allem Bellinghausen, der seine Chance
beim 1.FC Kaiserslautern suchte, wird vermisst. Aber auch Mayer, Lorenzon und mit Abstrichen Policella hinterliessen Lücken, die das Team von Trainer Weidemann gerade in den ersten Spielen der Saison 2005/06
straucheln liess. 4 Niederlagen und die Spötter kamen wieder aus ihren Löchern. Vor dem Schicksalsspiel gegen Oberhausen war der Trainer bereits bereit zum Abschuss. Aber in diesem Krisengipfel holte die Mannschaft
nach dem frühen 0:1 noch ein 2:1 und rettete so dem Trainer den Job.
Aber aus diesem Erfolg wurde der Startschuss zu einer Serie, die uns ins bis dato gesicherte Mittelfeld brachte. Leistungsträger wurden die beiden Neuzugänge Feinbier im Sturm und Barth in der Abwehr. Beides waren
die langersehnten Topeinkäufe, auf die die Fans lange warten mußten. An der Seite von Feinbier blühte dann auch Marcel Podszus zu einem Topscorer auf. 10 Tore stehen auf seiner Habenseite. Highlights waren die
Spiele bei den Amateuren von Hertha BSC, das die Mannschaft trotz einer 60-minütigen Unterzahl mit 3:0 gewann, das 4:0 in Chemnitz, wo man den Gegner trotz anfänglicher Probleme regelgerecht auseinander genommen hat
und das 3:3 in Kiel. Schade, das es beim Tabellenführer in der 96. Minute zum 3:3 im Düsseldorfer Tor eingeschlagen hat. Aber die mannschaftliche Leistung an diesem Abend war sensationell. Hier schein ein Team
zusammengewachsne zu sein. Zu den Topüberraschungen gehört auch Tim Kruse, nicht wiederzuerkennen im Vergleich zur letzten Saison. Ich hoffe Fortuna kann ihn nochmals dazu bewegen zu verlängern. Abgeschlossen wurde
das Jahr 2005 mit einem 0:5 in Osnabrück und einem 1:0 gegen Wattenscheid. 1:5 Tore, aber 3 Punkte. Mit 32 Punkten (sollte der DFB dem Dopingurteil die Bestätigung erteilen) bleibt die Mannschaft auf Platz 8 im
Jahre 2005.
Was sich verändern muss ist die hohe Anzahl an Gelben und vor allem Roten Karten. Viele Spiele wurden in Unterzahl beendet, manchmal mit Sieg, letztlich aber zu oft auch ohne Ertrag. Zumal die Sperren die
Aufstellung der nächsten Spiele nicht vereinfachte. 2 x Gelb-Rot gab es in OSnabrück. Was dann in den letzten Minuetn auch noch 3 Gegentore brachte. Seltsam war die G/R-Karte in Kiel für Andreas Lambertz, vermutlich
einzigartig in der Geschichte des deutschen Fussballs. Ein Platzverweis wegen angeblicher Verzögerung bei desolaten Verhältnissen im amateurhaften Holsteinstadion. Ein guter Schiedsrichter hätte hier keinen
Platzverweis ausgesprochen. Zumal die Schiedsrichter die Spiele oftmals so lange laufen läßt bis ein Gegntor fällt. Lübeck und Kiel mit jeweils mindestens 95 Minuten Spielzeit. In der Hinrunde gab es insgesamt 4
Spiele (Kiel zum 3:3, Lübeck zum 0:1, Hamburg 2 zum 1:1 und Erfurt zum 2:2) die Gegentore kurz vor dem Abpfiff gab.
Positiv bleiben mir bei den ganzen Spielen die Fans bei Union Berlin, die trotz des drohenden Abstiegs an diesem Abend äusserst fair zu uns waren, in Erinnerung. Ziemlich dämlich ist die Stimmung in Osnabrück
(unsachlich), Chemnitz (wie immer beleidigend), Erfurt (pöbelnd und unsachlich) und Kiel (vom Fussball keine Ahnung aber Tabellenführer).
Ich für mich kann sagen, daß ich alle 36 Ligaspiele live im Stadion gesehen habe, mein Sohn Tobias hat nur bei 3 Spielen (Lübeck und Kiel unter der Woche w/ Schule und Hamburg 2 w/ Krankenhaus) gefehlt. Für einen
10-jährigen eine tolle Jahresbilanz.
Einen Wunsch an den Vorstand: Haltet endlich mal die Mannschaft zusammen und ergänzt diese um 3-4 Spieler in der Qualität von Barth und Feinbier. Dann kann man 2006/07 angreifen und auch mal vom Aufstieg sprechen.
Und Albertz wird sich nach seiner Sperre und Verletzung nach einer hoffentlich guten Winterpause auch noch als die erhoffte Verstärkung.
Auf das Jahr 2006 !!!
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