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Kopie von jetzaber-2

Holstein Kiel - Fortuna 95  3:3 (1:2)

Zuschauer: 3.360

0:1 24. Lindemann (Eigentor)

1:1 29. Dobry

1:2 45. Feinbier

1:3 51. Lambertz

2:3 61. Coiner

3:3 90. + 5 Coiner

G/R-Karte : Lambertz 86.

Fortuna trotzt dem Tabellenführer unglücklich nur einen Punkt ab. Bei desolaten Spielbedingungen und eisigen Temperaturen kämpfte unsere Fortuna in einer Weise, wie ich sie in den letzten Jahre selten gesehen habe. Auch spielerisch war es wieder ein Schmankerl. In derselben Art und Weise wie in Berlin und Chemnitz. Diesmal war der Gegner aber ein anderer und so holte Kiel letztlich verdient noch einen Punkt. Auch wenn es für uns mit dem Tor weit in der Nachspielzeit unglücklich erscheint. Mir fehlen die Worte ob dem vorhandenen Teamgeist, der in der Mannschaft (endlich kann man es so nennen) vorherrscht. Ich hoffe nur das der Vorstand die derzeitige positive Lage und Stimmung nutzt, Verträge mit Leistungsträgern zu verlängern (speziell Kruse) und so eine Basis für die nächste Saison zu schaffen. Und dann sollte auch in der Antifussballstadt Düsseldorf Euphorie aufkommen können.

 

Zum Spiel und zur Fahrt nun ein Erlebnisbericht der anderen Art. Es war bezüglich der Umstände sicher das außergewühnlichste Spiel der über 20-jährigen Fankarriere von mir. Es ging los am Spieltag um 10.30 in Haan. Hier trafen Olly und ich aufeinander ohne zu wissen was für ein Tag (und eine Nacht) vor uns liegen.

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Auf der A46 und der A1 sah es dann auf der gesamten Hinfahrt so oder so ähnlich aus. Ein großes Lob an meinen Fahrer Olli, der sich für die Lübeckfahrt revanchieren wollte. Was ihm im Hinblick auf die äußeren Umstände mehr als gelungen ist. Zwischendrin beschlich uns mehrfach die Sorge, daß das Spiel ausfallen könnte. Aber mehrere Anrufe beim Pressesprecher der Kieler nahm uns diese Sorge. Ausserdem kam im Verkehrsfunk immer grausigere Stauberichte. Froh so früh losgefahren zu sein “landeten” wir dann gegen 15.30 Uhr in der Innenstadt von Kiel. Dort wurde der Weihnachtsmarkt bei weihnachtlichem Wetter und frostigen Temperaturen nach Geschenken für die Lieben durchforstet. Auf diesem Wege Grüße an die Partnerin von Olli, die mit Fussbruch in Benrath die Stellung halten mußte). Im Karstadt noch ein wenig gestöbert ging es dann zum Holstein-Stadion.

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Mit dem Pressesprecher der Kieler, Herrn Nawe wurde noch das ein oder andere alte Holstein-Schmankerl getauscht und so bekommen wir Einlass in die Pressebereiche und auf die Tribüne.

 

Was sollte uns nun für ein Spiel erwarten. Gut, nach den letzten Spielen hat man schon eine gewisse Erwartungshaltung, allerdings waren wir zu Gast beim Tabellenführer, der eine Woche zuvor die Lübecker vom Himmel geschossen hat. Das Wetter war meiner Ansicht nach aber eher ein Vorteil unserer Mannschaft die bewiesen hat zu kämpfen. Es sollte ein denkwürdiges Spiel werden. Unsere Fortuna mit breiter Brust (hier möchte ich keinen Spieler ausnehmen) bekam das Spiel ganz gut in den Griff und so ging man nach einer Ecke Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Gerade mal 4 Zeigerumdrehungen weiter gelang Goalgetter Dobry der Ausgleich. Als ich gerade hoffte mit dem 1:1 in die Halbzeit zu gehen gelang Feini das 2:1. Sauber. Nachdem Olli und ich uns beim ersten Tor an der Tribünendecke den Schädel eingerammt hatten ging der Jubel diesmal nach vorne los. Schiedrichter der Partie war übrigens Herr Schriewer. Hier ein Archivbild.

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So wird er geschaut haben, als das 3:3 gefallen ist. Es war verdient aus Kieler Sicht. Sportlich gesehen. Allerdings bekam dieser sympathische arrogante Selbstdarsteller leider eine Hauptrolle in diesem Spiel. Erst schickt er Lambertz wie einen Schwerverbrecher mit Gelb/Rot vom Platz, dann lies er statt der angezeigten 3 Minuten solange nachspielen bis der anscheinend von ihm gewollte Ausgleich fiel. Ebenso schickte er den Kieler nicht vom Platz als Marcel Podszus weit in der eigenen Hälfte vom letzten Mann der Kieler gefoult wurde. Streng genommen war dieser letzter Mann, was Rot bedeuten müsste. Aber er hatte ja ein Ziel. Und das gelang ja auch. Ich denke das wird ihn entsprechend befriedigt haben. Leider gelang es mir nicht im Spielerkanal an diese Pfeife heranzukommen. Es war sicher besser für ihn. Gut es war verdient aber leider musste wieder einmal ein Unparteiischer sich die die Hall of Fame der schlechten Pfeifenköpfe einreihen wo Herr Metzger und Herr Gräfe schon lange stehen. Im Fernsehen sieht man wieviel Spaß er dabei hatte endlich einen Fortunen vom Platz zu stellen. Aber genug davon. Freuen wir uns über eine grosse Fortunamannschaft die in den letzten Wochen grosses geleistet hat. Ebenso wie der Trainer, der in der Lage ist aus Einzelspielern eine verschworene Truppe zu formen.

Nach dem 3:1 fingen wir an zu träumen. Aber die Kieler rannten mit dem Mut der Verzweiflung an und lieferten eine tolle Endphase. Hätte Pat Deuss nicht mehrfach sensationell gehalten, hätte Herr Schriewer seinen Auftritt nicht bekommen müssen. Erst ein abgefälschter Verzweiflungsschuss der abprallte landete zum letztlich verdienten 3:3 in den Maschen. Danach war dann auch schnell Schluss (Herr Schriewer war auch zufrieden). In der Pressekonferenz gab Herr Neubarth, Trainer der Störche noch seinen mehr als unqualifizietren Senf in seiner unnachahmlich niveaulosen Qualität ab. Sprach von Verarschung des Schiedsrichters.Fazit: Ein gerechtes Unentschieden zweier guter Mannschaften. Ein Heimtrainer der nicht weiß was er für einen Stuss erzählt und ein Schiedsrichter dem ich nicht viel Gutes wünsche. Der Mannschaft gaben Olli und ich noch 2 Kästen Bier für die Leistungen der letzten Woche aus und so setzten wir uns ins Auto und fuhren gen Heimat. Wir fuhren Kolonne mit Düsselboy und die Verkehrsnachrichten brachten lauter schlechte Nachrichten. 40 km und Vollsperrung bei Osnabrück, lauter ungesicherte Unfallstellen auf der A2 und überall woanders. So ging es dann über die A7 bis nach Hannover, unterbrochen von einer kleinen Rast in:

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Es wurde immer später, aber da es ja Samstag war empfanden wir beide das alles als nicht so schlimm. Am Kamener Kreuz trennten wir uns dann von Ingo und Lebensgefährtin und wir fuhren Richtung A43 um nach Wuppertal zu kommen. Schade das 2 Ausfahrten davor die Autobahn gesperrt wurde und wir so in den Genuss kamen über Witten-Herdecke, Wetter, Gevelsberg, Hagen weiterzufahren. Landstraße und Ortsdurchfahrungen im Tiefschnee, zu einer Zeit in der man sonst 100 andere Dinge machen könnte. In WDR2 kanem immer mehr Horrornachrichten bezüglich des Wetters. Nach chaotischem Ende der Fahrt kamen wir um 7.35 Uhr in Solingen-Aufderhöhe an. Olli fuhr noch weiter nach Benrath.

 

Ich bedanke mich auf diesem Weg bei:

 

allen die die Fortuna in Kiel vor Ort unterstützt haben.

allen, die uns zu Hause die Daumen gedrückt haben.

der Mannschaft die super gespielt und gefightet hat.

unserem Schutzengel, der uns vor Schaden und Unfall beschützt hat.

und meiner Frau die voller Sorge zu Hause gewartet hat.

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PS:

Obwohl die Freude über die Leistung und diese sensationelle Auswärtsfahrt überwiegt stehe ich zu meiner Meinung mit Herrn Schriewer einen Selbstdarsteller auf unterstem Niveau gesehen zu haben und mit Herrn Neubarth einen Provinzbauern mit stark eingeschränktem Intellekt gehört zu haben. Es musste einfach raus.