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Das Fazit der Saison 2005/06:
Diese Spielzeit war am Anfang nichts für schwache Nerven. Nach einem versöhnlichen Ende der Saison 04/05 ging man schon mit ein paar Wünschen in die neue Saison. Als nach 4 Spieltagen allerdings 0
Punkte und 4:10 Tore auf der “Habenseite” standen, kamen die schlimmsten Befürchtungen auf. Als Gegner des 5. Spieltages kam dann auch noch der FC St. Pauli. Erinnerungen an die Saison 91/92 mit 6
Startniederlagen wurden wieder wach. An diesem Mittwoch Abend kam unser Team dann allerdings zu den ersten Punkten. Allerdings hatte der verkorkste Start auch Konsequenzen auf die Zuschauerzahlen. Knapp 40.000
Menschen kamen zu den ersten 3 Spielen gegen vermeintliche Zuschauermagneten. Ein wenig mehr hätte es schon sein können.
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Aus den ersten 3 Auswärtspunkten wurden kurz vor dem Abpfiff einer. In Hamburg kam es zum ersten Mal zur 90-Minuten-Seuche. Marcel Podszus erzielte bereits seinen 4. Treffer, aber mit dem Abpfiff gingen 2 Punkte
flöten. Schade, den weitere 3 Punkte hätten gut getan. Dies war das erste von 3 Unentschieden, die uns leider nur 3 Punkte brachten und so kein großer Schritt in der Tabelle machen liessen. Nach dem 2:2 gegen Werder
2, inzwischen wohl unser Angstgegner Nr.. 1, wurden wiederum in der letzten Minute 2 Punkte liegen gelassen.
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Im September gab es dann bei grausigem Fussball und einem erneuten Torwartwechsel (Nulle zu Deuss) die legendäre 1:2 - Niederlage gegen Kickers Emden und der schillerlockenden Figur Falk Schindler. Das
Tabellenende kam unaufhaltsam näher. Bereits 4 Tage später mußten wir zum Tabellenführer nach Lübeck. Und ein spielfreies Wochenende stand bevor.
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Da kam es kurz vor Schluss zu dieser Aktion, die selbst die Anhängerschaft der Fortuna entzweite. Meiner Ansicht nach fing damit das Dilemma an, andere waren der Meinung etwas Grosses vollbracht zu haben.
Zumindestens fing sich der VfB Lübeck und siegte in der viel zu langen Nachspielzeit mit 1:0.
Durch das spielfreie Wochenende hatten wir am 11. Spieltag Platz 19 inne. Tiefer ging es nun nicht mehr. Und mit RW Oberhausen (Platz 18) kam eine leicht favorisierte Mannschaft in unsere neue Heimstatt, die
LTU-Arena. Die Zuschauerzahlen passten sich auch langsam nach unten an. 6.300 gegen Oberhausen und 5.160 gegen Emden rissen weitere Löcher in die maroden Vereinsfinanzen. Nun ging RWO nach knapp 10 Minuten auch
noch mit 1:0 in Führung. Was nun. Die Laune und Stimmung auf dem Tiefpunkt. In den Vorwochen hat Fortuna mit Oliver Barth und Marcus Feinbier noch zweimal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Marcus hatte neben
einigen Fürsprechern auch viele “Gegner”, die in ihm nur den Abzocker sehen wollten. Aber bei dem Spiel gegen RWO, wo es schon um den Trainerstuhl von Uwe Weidemann ging, schoss er zwei blitzsaubere Tore
und das Spiel und irgendwie auch die Saison war gedreht. In Wuppertal beim Auswärtsangstgegner (zumindestens was Pokalspiele auf Verbandsebene betrifft, diesmal 0:3) kam wieder ein Punkt hinzu. Hier gibt es keine
Photos, da ich hier eindeutig schon zu viele gemacht habe. Und so schön ist deren Stadion ja nun auch nicht. Danach begann eine kleine Siegesserie, angefangen mit dem 2:0 gegen die Bubis von Bayer Leverkusen.
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Als mein Sohn am frühen Samstag morgen auf den ICE nach Berlin warteten, wussten wir noch nicht, das es den ersten Dreier auf fremden Plätzen geben sollte. Gerade bei den starken Berliner Jungs hätte ich es nicht
vermutet. Trotz Unterzahl spielte sich die Mannschaft in einen Rausch und gewann verdient mit 3:0. Für Gerrit Bürk begann eine lange Leidenzeit mit Sperre und Verletzungen. Schade, denn bis heute ist er nicht mehr
auf die Beine gekommen. Aber der Fortunazug liess sich nicht mehr aufhalten. Auch gegen Preußen Münster gab es einen Sieg und man kam von den letzten Tabellenplätzen weg. Bei dem Spiel dauerte es zwar lange bis zum
erlösenden Tor, aber der Kampf wurde belohnt.
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Als mein Sohn und ich am Freitag mittag vor dem Spiel in Chemnitz losfuhren hatten wir die Hoffnung bei einer Mannschaft des unteren Tabellendrittels auch wieder Punkte zu erhaschen. Brisant war die Tatsache das
Ex-Publikumsliebling Frank Mayer bei den Himmelblauen spielt(e). Die ersten 25 Minuten wurde einem mal wieder Angst und Bange, aber dann schlug erstmals vehement derM&M-Sturm zu. 3:0 zur Halbzeit. Chemnitz war
demoralisiert und die Fortuna ging unaufhaltsam ihren Weg weiter.
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Trainer Uwe Weidemann konnte wieder befreit der Presse gegenübertreten. Nach dem Lübeckspiel noch auf der Kippe, saß er nun zu Recht wieder fest im Sattel. Eine Woche später kam dann die andere
Überraschungsmannschaft der Saison zum ersten Spiel im Paul-Janes-Stadion. Carl-Zeiss Jena als Aufsteiger aus der Oberliga spielte einen super Fussball und kam als beste Auswärtsmannschaft nach Düsseldorf. Aber im
wohl besten Saisonspiel gingen unsere Helden mit 3:1 als Sieger vom Platz. Dazu kamen die 3 Punkte aus dem Emdenspiel wegen Dopings von Falk Schindler. Inzwischen rechneten vereinzelte Fortunafans wieder mit einem
eventuellen Aufstieg. Zumal als Gegner im nächsten Spiel Holstein Kiel im Holstein-Stadion auf dem Programm stand. Dieses wird mir ob der Umstände bezüglich Hin- und Rückfahrt noch einige Zeit in Erinnerung bleiben.
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Ein denkwürdiges Spiel stand uns bevor. Am Ende ging das 3:3 sportlich in Ordnung. Schade war aber der Verlauf des Spieles, mit einem Selbstdarsteller als Schiedsrichter. Er wartete bis zur 96. Minute bis endlich
sein persönliches 3:3 gefallen ist. Aber die Mannschaft, dezimiert durch ein Auswechsel-Gelb-Rot spielte sensationell. So war es ein würdiges Ende einer schlecht begonnenen Hinserie. Leichte Hoffnung nach oben, aber
auch keine Probleme nach unten.
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Einen “Rückschlag” gab es beim 0:5 in Osnabrück. Es war einer der Tage an dem nichts klappen sollte. Aber die Mannschaft wurde nach dem Spiel von den mitgereisten Fans begeistert gefeiert. Die
Osnabrück-Fans verhöhnten uns, am Ende der Saison sollten wir aber 14 Punkte Vorsprung vor den Wollitz-Jungs haben. Und das zählt. Das Stadion, ehrwürdig Bremer Brücke genannt, wurde namentlich in eine Arena
umgetauft. Auf einer Stufe mit dem Emsland-Velodrom zu Meppen und der Celler Scala einzustufen. Nein, liebe Fussballoffiziellen: Nicht jeder Fussballplatz, der zum Fussballspielen geeignet ist, muß Arena
heissen. Das macht alles nur lächerlich.
Zum Jahresende gab es dann noch ein 1:0 gegen Wattenscheid 09 und so konnte man beruhigt in die Winterpause gehen.
Direkt am ersten Spieltag in 2006 ging es zur ausverkauften Hafenstraße nach Essen. Auf sehr schweren Geläuf verlor unser Team gegen den Aufstiegsfavoriten aus Essen mit 0:2. Innerhalb von 4 Minuten war die
Niederlage besiegelt. 3 Punkte gegen Köln 2 und ein weiteres Topspiel auf St. Pauli. 1:1 hieß es am Ende in einem grandiosen Kampfspiel. Kurz vor Schluss wäre beinahe noch das 2:1 für die Fortuna gefallen, aber das
tat unserer guten Laune keinen Abbruch.
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Die nächsten Spiele brachten wieder Punkte, Punkte und nochmals Punkte. Nur in Bremen (wie immer) und Münster gab es Niederlagen. Dagegen Siege gegen RW Erfurt (3:2 nach fragwürdigem Elfmeter in der 90.) in Emden
(2:0) in Oberhausen (2:0) und diversen Unentschieden.
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Schon weit vor Ende der Saison hatten wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Es ging nur noch darum, ob wir den 5., den 6. oder den 7. Platz einnehmen werden. Am Ende wurde es der 5., weil der FC St.
Pauli am letzten Sppieltag noch mal patzte. 63 Punkte sind eine Bilanz, die wir nicht annäherungsweise einmal in der Regionalliga erreichten. Grund dafür war die Tatsache, das wir 18 von 36 Spielen
gewonnen haben, 9 x Unentschieden spielten und nur 9 x als Verlierer vom Platz gegangen sind. Davon waren aber alleine 4 an der ersten 4 Spieltagen. 57 Punkte holte das Team zwischen dem 12. und 36.
Spieltag. Sensationell. Highlights waren sicher das 3:2 in Jena, bei Aufsteiger in die zweite Liga ...
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... und das 3:3 in Kiel. Da die Mannschaft in der Zusammensetzung wenigstens noch ein Jahr zusammenbleibt hoffe ich das in der nächsten Saison 2006/07 der Aufstieg in die Zweite Bundesliga mal wieder angegangen
werden kann.
Im Rückblick bedanke ich mich bei Olli und Andreas für die gemeinsamen Fahrten. Vielleicht läßt sich das ja nächste Saison wiederholen.
Mein Sohn Tobias hat bis auf die Spiele in Lübeck (Schule) , Kiel (Schule) und Hamburg 2 (Krankenhaus) alle Spiele mitgemacht. Mir ist es gelungen alle Pflichtspiele zu sehen. D.h. 36 + Pokal. Sollte (toi,toi,toi)
in der nächsten Saison auch wieder klappen. Die Saison endete heute mit meinem 983. Fortunaspiel, in der Spielzeit 2006/07 wird also Jubiläum gefeiert. Mal sehen welches Spiel es sein wird, an dem ich eine kleine
private Jubiläumsfeier für mich selber gebe.
Gut gelaunt und optimistisch gehen wir in die Sommerpause, zur Fussball-WM und in die Saison 2006/07.
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