|
Wieder einmal ging es in das Mutterland des Fussballs. Diesmal sollte ich zum ersten Male das neue Wembleystadion sehen und bestaunen können. Mit dem Fanprojekt ging es zum Klassiker England - Deutschland.
Treffpunkt war am Dienstag der Parkplatz am Eisstadion an der Brehmstraße. Bereits hier war es nur am kübeln und es regnete durch. Dieses Wetter sollte uns auf der gesamten Fahrt begleiten.
Recht pünktlich ging es dann um 22 Uhr los. Über Belgien und Frankreich ging es mit einer kleinen Pause nach Calais. Hier standen dann auch noch Busse mit deutschen Fans, die ebenfalls auf dem Weg nach Wembley
warenn.
Schön war es , das ich endlich mal wieder frische Luft atmen konnte. In einer demokratischen Abstimmung wurde ohne Rücksprache mit den Nichtrauchern beschlossen, lieber durchzufahren und dafür rauchen zu dürfen.
An sich kein Problem, wenn die Luft annähernd noch Sauerstoff enthält.
Gut, mit dem Risiko muß man leben. Der einzige kleine Wermutstropfen bei solchen Fahrten (von wegen Toleranz und so). Zu Hause wurden dann erst mal die Klamotten in die Waschmaschine geschmissen und eine kalte
Dusche mit viel Shampoo war nötig geworden. Ansonsten ein dickes Lob an die Organisatoren.
Nun zurück zur Fahrt. Mal schlief man, mal nicht und trotzdem kamen wird dann am frühen Vormittag am Hydepark an, wo uns der Busfahrer dann rauslies. Nun ging es Richtung Innenstadt mit Olli und einem Freund. Wir
schauten uns diverse Attraktionen an und machten eine Fahrt mit dem London-Eye, dem grüssten Riesenrad der Welt. An der Towerbridge wurde noch was gegessen, ehe es über den Piccadilly-Circus Richtung Stadion ging.
Ich hatte ja bereits die Ehre 3 x in dem alten Wembleystadion Spiele zu sehen, aber auch ich war gespannt, wie das neue Prachtbauwerk aussehen würde. Als wir mit der Jubilee-Line am Wembey-Park ausstiegen, konnten
wir bereits die ersten Ansichten von dem Stadion sehen. Gigantisch, wenn auch nicht “schön”. Aber was heißt schön für solche Bauwerke. Entscheidend ist, was drinnen los ist. Und so kamen wir kurz nach 18
Uhr Ortszeit ins geheiligte Stadion und ich für mich kann sagen, das einfach klasse ist. Groß, einfach prächtig. Da hier ja kein Verein spielt, sondern nur Länderspiele, das FA-Cup-Final und das Charity-Shield
stattfindet, ist diese Weitläufigkeit i.O. . Der deutsche Block machte entsprechend mit viel Gesang Stimmung und als die englische Mannschaft zum Aufwärmen auf den Platz kam, brandete auch entsprechender Jubel bei
den Heimfans auf.
Irgendwann kam dann die Information, das es mit knapp 86.300 Zuschauern nicht ganz ausverkauft war. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Zu Beginn bestimmten die Engländer das Geschehen und schossen auch
verdient nach einem Stellungsfehler von Pander das 1:0 durch Frank Lampard. Erst nach ca. 20 Minuten kam das deutsche Team besser ins Spiel und konnte durch einen Schnitzer von Robinson den Ausgleich erzielen.
Kuranyi konnte den Ball zum 1:1 abstauben. Und ein paar Minuten später hat Pander dann seinen Fehler mit einem fulminanten Schuss zum 2:1, dem Siegestreffer, wieder gut gemacht. Nun war es um die berühmte Stimmung
bei den Engländern ein wenig geschehen.
Nun waren die deutschen Fans nicht nur bei der Lautstärke im Vorteil. In der 2. Halbzeit war es dann zwar kein berauschendes Spiel mehr, aber letztlich war es wieder ein Supererlebnis für alle Dagewesenen. Die
deutschen hätten bei konsequenter Ausnutzung der Konterchancen höher gewinnen können, anders herum hätten die Gastgeber auch den Ausglich erzielen können. So blieb es unter dem Jubel der deutschen Fans beim 2:1 für
Deutschland. Leider gingen viele Briten bereits 5 Minuten vor Schluss. Das hatte ich noch nicht erlebt bei einem Heimspiel der Engländer.
|