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Kopie von jetzaber-2

Finnland - Deutschland

3:3 (2:2)

Helsinki Olympiastadion 10.09.2008

Zuschauer: 38.000

1:0 Johansson 32.

1:1 Klose 38.

2:1 Väyrynen 43.

2:2 Klose 45.

3:2 Sjölund 53.

3:3 Klose 83.

 

FIN D 2008 (147)

Nach 7 Jahren wieder einmal nach Helsinki.

Im Juni 2001 war ich zum letzten Male in Finnland zum Länderspiel. Damals hat mich meine Frau noch begleitet, diesmal “mußte” ich alleine dorthin. So ging es am 09.09.2008 ab Düsseldorf mit Air Berlin nach Helsinki. Gebucht bereits im April freute ich mich schon lange auf dieses Spiel, das es zwar interessant ist, in Deutschland mit der Fortuna durch die gegend zu gurken, aber als Fussballfan möchte man natürlich auch etwas Abwechselung haben.

Gelandet bin ich am Abend gegen 21.45 Uhr Ortszeit nach einem ca. 2 stündigen Flug. Danach bin ich auch direkt in das zentral gelegene Hotel Sokos Torni, wo ich mein Zimmer gebucht hatte. Empfangen wurde man bei strömenden Regen und so hatte ich schon ein wenig “Angst” davor, was am nächsten Abend im Olympiastadion los wäre, wenn es so schüttet. Denn ledier ist das Stadion zumindestens in den Kurven nicht überdacht.

In einer Passage bekam ich noch etwas zu Essen und 2 Flaschen Wasser für die Nacht. Eigentlich wollte ich am nächsten Morgen ausschlafen, doch komischerweise wachte ich um 6.45 Uhr Ortszeit auf (=5.45 Uhr deutscher Zeit). Gesagt, getan begab ich mich zum Frühstücksbüfett und startete so meine Sightseeingtour bereits um kurz nach 8 in der Früh. Mein Fussmarsch führte mich über die Esplanade (vergleichbar mit der Kö in Düsseldorf) zum Hafen, von dort aus ging es dann weiter an den Kirchen im russischorthodoxen Stil und dem Dom zu Helsinki weiter in die Altstadt. Inzwischen wurde zwar der Regen weniger, aber die Temperaturen sanken allmählich. So sah ich mich genötigt, mir noch eine regen- und wetterfeste Jacke zu kaufen, da es ja vermutlich zum Abend hin noch kälter würde. So startete ich dann gegen 15 Uhr meinen Fussweg zum Stadion, welches ca. 4 Kilometer ausserhalb des Stadtzentrums liegt. Hier trudelten bereits die ersten Fans ein, insgesamt war die Menge an Menschen noch überschaubar. Hier habe ich dann auch Oll mit Verlobter und Olli aus München getroffen. Der Sammler-Olli aus dem bayrischen zeigte mir stolz eine Festschrift, die in einem Antiquariat ergattert hatte. Damit war in mir bereits eine Idee für den nächsten Tag geboren. Auch ich wollte nun diese Geschäfte durchforsten.

Nun hatte ich auch noch den Auftrag, die Fahne aufzuhängen. Eine Aufgabe die ich aufgrund meines Vergessens der Fahne beim Spiel in Burghausen “gerne” auf mich genommen habe. Als ich in den Block kam, waren die Fähnriche bereits alle am Werk. Allerdings konnte ich noch einen Platz in der ersten Reihe ergattern. Leider war die Fahne vermutlich im finnischen Fernsehen immer zu sehen, während sie im deutschen TV nur einmal zu sehen war.

Nun zum Spiel:

Bereits in den letzten Spielen haben sich die deutschen Spieler immer schwer gegen die Skandinavier getan. Ein knapper Sieg 1999, ein Unentschieden 2001 in Finnland und ein 0:0 in Gelsenkirchen zeugten von der Stärke de Finnen, zumindestens wenn es gegen die deutsche Nationalelf geht. Und da die Finnen bei der Qualifikation zur EM 2008 nur knapp gescheitert sind, wusste man, das dieses Spiel kein Selbstläufer wird. Ein Tor beim Spiel in Portugal und die Finnen wären anstelle der Portugiesen nach Österreich bzw. in die Schweiz gefahren.

Nun die Spielanalyse aus meiner Sicht:

Bei kühlem und nassem Wetter kamen die Finnen wesentlich besser ins Spiel. Die in vielen Teilen noch unerfahrene deutsche Mannschaft machte in der Abwehr haarsträubende Fehler. Bevor aber das 1:0 für Finnland fiel, hatte Klose in der 31. Minute die große Chance zum 0:1. Leider versemmelte er den Kopfball und sein Leidensweg schien weiterzugehen. Bereits 2 Minuten später säbelte Westermann über den Ball, Lahm sah bei dem Ball unglücklich aus und der Finne stand ca. 8 Meter vor dem Tor von Enke frei und hatte keine Probleme den Ball im Tor unterzubringen. Der Jubel im Stadion kannte keine Grenzen. Das hätte ich den eher kühlen Skandinaviern nicht zugetraut. Aber kurze Zeit später unterlief Hyypiä (FC Liverpool) ebenfalls ein Stellungsfehler und Miroslav Klose konnte seine Torflaute beenden. Aber vor der Puase konnten sich beide Teams darauf verständigen, jeweils noch einen Bock in der Abwehr zu schießen und so kam Finnland zum 2:1 und Deutschland noch vor der 45. Minute zum Ausgleich. Nach 15v Minuetn des Frierens ging es dann im gewohnten Stil weiter. Die deutsche Abwehr war ein freundlicher Gast und lies 3 Finnen alleine vor TW Enke stehen und einer davon hatte keine Probleme den Ball aus ca. 6 Metern einzuköpfen. Und die Finnen hielten dieses Tempo bis zur 75. Minute durch. Danach schwanden ihnen die Kräfte und die Konzentration ging flöten. So kam Deutschland im Endspurt noch zu Chancen (Gomez schaffte es leider seine Riesenchance aus dem EM-Spiel gg. Österreich zu toppen, in dem er den Ball überflog und so auf der Linie liegen ließ) und letztlich verdient zum Ausgleich durch: ja, Miroslav Klose !!!. Das tut der Stürmerseele gut. Und ich glaube alle im Stadion waren letztlich zufrieden mit dem Ergebnis, zumal die deutsche Mannschaft die Serie gerettet hat, noch nie in einem WM-Qualifikationsspiel auswärts verloren zu haben.

Danach ging es dann nach Abschleppen aller möglichen Souvenirs wieder ins Hotel, wo ich mir die Tore des Abends und das Spiel Kroatien - England nochmals im Fernsehen angeschaut habe. Zufrieden schlief ich ein, ehe der Rückreisetag angebrochen ist.

Hier habe ich dann wie vorgenommen die Antiquariate durchforstet und noch ein paar schöne Stücke gefunden. Dazu natürlich noch die Geschenke für die daheimgebliebenen Lieben. Nach mehreren Stunden des Laufens durch Helsinki traf ich mich mit Trikot-Olli und seiner Frischverlobten am Bahnhof, wo es mit dem Finnair-Bus nach Vantaa zum Flughafen ging. Hier traf ich dann auch zum ersten Male Sven, der im Flugzeug dann auch in unserer reihe saß. Kurz nach Mitternacht, also schon am 12.09.08 kam ich dann müde aber froh wieder zu Hause zu sein, bei uns am Haus an. Mal sehen, was als nächstes Reiseziel im Ausland in Aussicht gestellt wird.

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